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Gedächtnisse einen großen Theil des Koran ein, um als muhmne- danischer Priester reisen zu können. Im Jahr 1810 ging er nach England und reiste, unterstützt von der geographischen Gesellschaft und besonders von Lord Nathurst, nach Afrika. Zuerst ging er nach Mogadore, wo er sich, zur Vervollkommnung in der arabischen Sprache, mehrere Monate aufhielt. Sein letzter Brief ist aus Mogadore vom 21. Juli 1811, in dem Augenblick geschrieben, als er im Begriff war, die Reise in das Innere Afrika's, zunächst nach Timbuktu, anzutreten. Der Brief fchloh: „Bevor ich schließe, muß ich Dir doch erklären, wie Du zu diesen unzusammenhängen- den Zeilen kommst. Ich habe mich nämlich genöthigt gesehen, eiligst von Magadore aufzubrechen, damit der Gouverneur, der mir schon auf der Spur war, nicht meinen Plan entdecken uud vereiteln möge. Da ich aber doch die Grenzen der Christenheit nicht verlassen wollte, ohne Dir zum letzten Male meine Liebe und mein Andenke» zu beweisen, so habe ich diesen Brief zum Theil in der Nacht, zum Theil hinter VNfchen, immer in Gefahr entdeckt zu werden, zusammm geschrieben und dies entschuldige ihn hinlänglich. Geschrieben am Flusse Tensist, welcher mein Nubicou ist." Dieser Brief kam durch eine Karawane nach Mogadore und ein Jahr später in die .Hände seines Neffen PH. I. N. in Neuwied. Ueber das Ende Nöntgens fehlen alle authentische Nachrichten, obgleich die englische Regierung Alles gethan hat, um sein Schicksal zu erforschen*)
') Murrau'Z historischer Bericht über Entdeckungen und Reisen in Afrika. 1. Ad. S. 449.
Der nächste Afrika-Reifende war ei» Deutscher, Namens Röntgen (Qua» terlu Review 4. Juli 1817), der dem Sr. F. Vants durch Professor Äln« menbach als eine Person empfohlen wurde, die durch Talente, Constilu» tion und Mulh der schwierigen Aufgabe, diesen Continent zu erforschen, ge» eignet sei. Da die Anerbietungen der Gesellschaft ihm nicht genügend schiene», so sammelte er 250 Pj. auf Privatwege». Er war bemüht, sich gegen zukünftige Beschwerden auf außerordentliche Weise zu waffnen. So lebte er z, B. von Brot und Wasser, aß Fliegen uud Spinnen, schlief unter Hecken bei Frost uud Schnee u. s, w. Es ging ihm einige Zeit dadurch verloren, daß er Misses Nathurst nach dem Continent begleitete. Aber !8I1 machte er sich ans den Weg nach Magadore, in der Absicht, der Karawane von Marocco nach Timbuktu sich anzuschließen. Zu Magadore setzte er die Studien des Arabischen fort und machte häufige Ausflüge in das Land, zu botanische»
