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Höfen, besonders an« schwedischen Hofe bei Gelegenheit der Vermählung der Prinzessin Sophie mit dem Prinzen Oskar von Schweden. Seine letzte Mission führte er im Herbste 1864, ungeachtet seiner 83 Jahre, in ungeschwächter 'Geisteskraft, an die Höfe von Brüssel und Haag aus und entschlief am 5. August 1865, nach kurzer Krankheit, auf seiner schönen Villa am Friedrichstein bei Neuwied.
Dies in aller Kürze die wichtigsten Begebenheiten aus dem thaten- und arbeitsuollen Leben dieses merkwürdigen Mannes, das voll Ehre und Ruhm, aber auch voll Selbstverläugnung war, um fo mehr, als er bei der gewissenhaftesten Pflichttreue oft große Verkennung erdulden muhte.
David Nöntgens dritter Sohn, Georg Heinrich, geb. am 27. Januar 1787, erhielt seine wissenschaftliche Bildung zuerst m der Brüdergemeindeanstalt zu Neuwied, wo er mit großem Eifer Botanik und Entomologie trieb; später ging er in das Pädagogium der Brüdergemeinde zu Barbv mit der Bestimmung zum Geistlichen derselben erzogen zu werden.
In einem Alter von 16 Jahren erfaßte ihn die lebhafte Idee, als Naturforscher das Innere Afrita's der europäischen Welt aufzuschließen. Der Vater konnte sich nicht in diese neue Lebensbe- stimmung finden und der Sohn muhte seine Studie» auch noch in dem theologischen Seminar zu Niesku fortfetzen. Von Gnadenfeld Machte er einst eine Fußreise nach Neuwied, nicht auf gebahnten Wegen, sondern nach dem Eompaß, durchschwamm die Flüsse und legte sich in eiserner Willenskraft die größten Entbehrungen auf, s" daß er auf dieser Reise nur etwas auf zwei Thaler verbrauchte. Als sei,, Vater 1807 gestorben mar, wandte sich Heinrich Röntgen alsbald nach Göttingen, um zur Erreichung seines Zweckes zunächst Medicin zu studiren. Sein eifriges Streben, sein eiferner Fleih, z°qen die Aufmerksamkeit seiner Lehrer, besonders die des berühmten Vlumenbach auf sich, daß dieser ihn in sein Haus aufnahm und wie ein Vater an ihm handelte. Um dem geliebten Lehrer "ne Freude zu bereiten, wanderte er einst zu Fuh in das Eha- "wunythal, wo es ihm gelang, sich ein lebendes Murmelthier zu ""'schaffen, das er in einem Kasten auf dem Rücken nach Göttingen ^ug. Auch diese Reise soll er, zur Abhärtung, fast ganz ohne Geldmittel gemacht habm.
Er erlernte auch die arabische Sprache und prägte seinem
