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von 1818 bis 1827 mit großer TlMgkeit als Prediger und Inspektor der Erziehmigsanstalten der Brüdergemeinde zu Neuwied, kam dann in gleichen Eigenschaften »ach Christiansfeld in Schlesien und starb 1855 in Königsberg in Preußen, als er eben sein Amt niederlegen und in den Ruhestand treten wollte. Sein Name ist in Neuwied in gutem Gedächtnis! geblieben!
Ihm wurden drei Söhne geschenkt. Der älteste, Karl Ie- remias, geb. 1809, gest. 1854, erlernte bei seinem Vetter Moritz von 1828 bis 1836 den Vau der Dampfschiffe. Im Jahre 1836 »ach Negensburg berufen, richtete er d^e Dampfschifffahrt auf der Donau zwischen Regensburg und Linz ein. 1841 ging er nach Rußland und war der erste, der die Wolga in ihrer ganzen Ausdehnung mit Tamps befuhr. Er wohnte mehrere Jahre in Rubinsk, um den Bau der Schiffe zum regelmäßigen Dienste zu leiten und starb dort an den Folgen einer Lungenentzündung. Von seine» beiden anderen Söhne» lebt der zweite, Dr. Paul Ludw. R., der Vater einer zahlreichen Familie, als geachteter Arzt zu Etellcnbosch auf dem Caplande und der dritte und jüngste Sohn ist Prediger der Vrüdergemeinde zu Zeist i» Holland.
Der zweite Sohn David Nüntgens, Gottfried August Leon- hard N., wurde am 10. Juni 1781 in Neuwied geboren, studirte in Leipzig und Erlangen Jurisprudenz, priuatisirte kurze Zeit bei seinen Elter» in Neuwied, nachdem er 1803 in Leipzig zum Doctor vromouirt worden war und trat dann als Polizeimeister in die Dienste des Fürsten von Wied. Als 1806 durch Napoleon das Fürstenthum Wied an Nassau kam, trat N. in nassauische Dienste, wurde 1809 LlnrrF« 6'^.ffairs8 am großherzoglich bergischen Hofe in Düsseldorf, 1810 diplomatifcher Agent in Paris, begleitete < 814 den Minister von Marschall als Legationsrath auf den Wiener Congreß, folgte 1815 d-r verbündeten Armee im Auftrage des Herzogs nach Paris und wurde 1836 nassauischer Minister-Resident im Haag, später auch zugleich großherzoglich badenifcher; dann erhielt er anch noch die Vertretung beider Höfe in München. Iw Jahre 1824 wurde er vom König Friedrich Wilhelm III. in den Adelstnnd erhoben, erhielt 1833 das Amt eines nassauischen und brannschweigischen Bundestagsgesandten und »ahm als solcher im Jahre 1844 seinen Abschied. Später diente er dem Herzog von Nassau in einzelnen diplomatischen Missione» an verschiedene»
