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und besetzte Dierdorf. Die Kauflcute kamen mit ihren Maaren l°s. Die Stadt Köln erbat sich ihm mit 50 reisigen Mannen, mit Bub?,, und Oleen, auf ihre Kasten und mit 20 Schützen mit Armbrüsten beizustehen, wenn Kuno Krieg gegen den Grafen von Wieb,der itzung unser widersaget viend ist, nuwellig uff des Rynes stranme straßen ranff um weldait hait gcdan, und dem hilige Nyche, den gemeinen Kausluden, wider Got, ere und recht ir gut hait genommen." Doch Graf Wilhelm ergab sich dem mächtigeren Gegner, entschädigte die Kaufleute mit 12,130 schweren Gulden und ging die harte Forderung ein, sich selbst, mit sechs anderen zu Schild Gcbornen, als Geißeln zu verschreiben und Dierdorff uut Herschaft und Gericht, fo wie Wynden, Gicselbrechtshoven, Whauseu, Vrückenrachdorff, deu Hoff zu Nückerod uud Rohrbruch 1° lange dem Erzstift Trier in Pfand zu geben, bis die Summe bezahlt sei und bis sein ältester Sohn Wilhelm Propst zu Aachen Ul Alles gewilligt habe.""

Insbesondere versprach auch Wilhelmdie Pfaffheit, die Gotteshäuser uud ihre Güter zu beschützen."

Wilhelm I. war dreimal vermählt, zuerst (13291351) mit Agnes von Virneburg, (s. o. S. l80) die ihm einen Sohn uud zwei Töchter gebar; das Verhältnis? scheint aber kein glückliches gewesen öu sein. Zs fand sich, dah sie im vierten Grade miteinander ver­wandt waren; worauf Wilhelm I. sich vou ihr scheiden ließ. Die von Virneburg angefochtene Erbschaft fiel aber auf ihreu Sohn Wilhelm, Propst zu Aachen, von dem sie sein Stiefbruder erbte. Wilhelms I. zweite Gemahlin war Johanna, Markgräfin von Jülich, b'e aber zwei Jahre »ach der Vermählung starb, ohne ihm Kinder ^schenkt zu haben. Die dritte Gemahlin war Lysa von Isenburg- A'enfels (vermählt 1356, starb I4»2), durch welche er, da sie keine Brüder, sondern nur eine Schwester besaß, durch den Tod ihres Vnters Geruch II, die halbe Herrschaft Arenfels, und zwar die H°Mchast Greu pausen mit den Ortschaften Grenzhausen, ^lsbach, Hundsdorf. Hilgert uud Faulbach erbte. Vou dem ^rzbischof Kimo r^n Trier wurde er 1371 belehnt. Auch ein Theil an der oberen Burg und Herrschaft Ulmen in der Eifel gehörte ^u dieser Erbschaft; er überließ jedoch diefclben 1373 dem Erz- "schof Kuno von Trier. Hochbejahrt starb Wilhelm I. 1383 und wurde am 17. Juli zu Romersdorf beigesetzt. Un-