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Endlich wurde das Schloß durch seine Nebengebäude vergrößert. Nur kamen die Collonad^n, die sie mit den Hauptgebäuden verbin­den sollte», nicht zu Stande. Der Graf selbst ließ von 1748 bis 1752 in der Stadt eine Eisen-, eine Porcellan-, eine Vlechfabrik und eine Nothgcrberei errichten; ebenso wurde auf dem Nassel- stein, zn Heddesdorf, auf dem Nheinhof, am Friedlich­st ein bedeutende Geschäftsthätigteit entwickelt,

Einen dem Grafen Friedrich Alexander höchst unangenehmen Vorfall führte die Ausübung der Münzgercchtigkeit im Jahre 1758 herbei. Von mehreren Seiten war die Klage über schlechten Ge­halt der wiedischen Münzen an den kaiserliche» Neichshofrath ge­laugt. Gegen das Ende des Jahres 1757 verhängte derselbe eine italische Untersnchuug über die Münze in Neuwied und übertrug die Execution an Kurpfalz, Die Sache wurde fehr geheimgehalten, bis am 14. März 1758 früh um 6 Uhr plötzlich von Düsseldorf her ein Eomuwndo von 760 Mann in Neuwied einrückte. Der pfWfche Kommissar ließ sofort das Schloß, die Münzstätte (in der jetzigen Wohnung des Hofgärtners) und den Schloßgarten be­letzen nnd eröffnete dann dem Grafen den Zweck seiner Handlungen. Alexander gebot der Stadt Nuhe, seinen Leuten Folgsamkeit und ueh es geschehen, daß die Münzstätte durchsucht und verwüstet, die Werkzeuge zertrümmert, Stempel und Vorräthe von Kuvfervlalten, über 18,000 Thlr. au Werth, weggeführt, uud die Soldaten in der Stadt uertheilt wurden, wo sie die Einwohner mit großer Willkür belästigten. Dann zog die Execution ab.

Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß die Fünf- iehnkrcnzerstücke von 175L von etwas geringerem Werthe waren, ^ deren Einlösung Alexander sofort öffentlich auffordern ließ.

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zum Jahre 1765 w!',r auch die Münze wieder in Thätigkeit

^scht; später aber machte Alexander, gleichzeitig mit dem Grafen <l°hann Ludwig Adolph von Wied-Nunkel, wenig Gebrauch mehr "°>l seinem Müuzrcchte.

. Im Jahre 1778 verfügte der Graf, der sich seit langer ^it selbst ,ll landwirthschaftlicheu Angelegenheiten und Perbesse- ^U'ige» beschäftigt hatte, moiwtliche Zusammenkünfte der Land- l^ultheißen mit feinen Ruthen, denen er selbst häufig beiwohnte, ^ese Zusammenkünfte waren dazu bestimmt, die Landgemeinden "^t den Fortschritten in der ganzen Landwirthschaft bekannt zu