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machen, neue Culturen zu empfehlen und sie zu Versuchen aufzu­muntern. Der Graf fetzte zu diesem Zwecke eine Landcommifsion ein und feine Höfe muhten zu Musterstätten dienen.

Alexander war aber nicht allein bemüht, die Gaben der Natur für seine Unterthanen nützlich verwendbar zumachen, er war auch ei« warmer Freund eines frohe» Naturgenusses; es beweisen dies besonders die Anlage des lieblichen Parkes von Nothhausen und die Erbauung seines Lust- und Jagdschlosses Monrepos auf fo herrlicher Aussichtsstelle.

Der edle Greis hatte am 13. Juni 17 84 die hohe Freude durch Joseph II. die Erhebung seines Hauses in den Reichsfür­sten st and zu erleben. Im December 1787 wurde der Streit, welcher zwischen Wied und Kurtrier bereits 120 Jahre über die Isenburgisch - Grenzauische Erbfolge gewährt hatte, verglichen. Kurtrier trat die Zinsgüter zu Grenzhanse», Hil- geroth und Grenzau mit allen dazu gehörigen Renten, Gefällen und Gerechtsamen an Wied ab, dieses dagegen an Trier den Zoll bei Grenzhausen, den Hof Merkelbach und Zubehör und übernahm 4051 Gulden Rückstand von den Hofgütern zn Grenzhausen und Hilgeroth nebst andern Schulden wiedifcher Unterthanen an trierifche und gab auch seine Gerechtsame au der Insel bei Neuwied auf. Dann wurden auch in diesem Vergleiche die Landesgrenzen genau festgestellt.

Nach dem Tode des Vurggrafen Wilhelm Georg von Kirch- berg, eines Neffen der Fürstin Caroline, im Jahre 1777, wurde Friedrich Alexander, wegen der Erbfolge in Sayn-Hachenburg, in einen Rechtsstreit verwickelt, der 1790 geschlichtet wurde. Durch einen Vergleich erhielt Wied, nach dem Tobe des Grafen Johann August von Kirchberg, welcher 179!) eintrat, den Bann Maxsann mit den Dörfern Maxsann, Zürbach, Freilingen, Wölferlingen, den Hachenburgifche» Antheil in dem Dorfe Steinebach, das Gut Belle bei Steinebach, Zehnte» von verschiedenen Dürfern und den Höfen Schönerlen, Kaulbach, und von dem Hnufe Nassau-Weilburg, dessen Fürstin die Nichte seiner Gemahlin, die Gräsin Luise Isa­bella, geworden war, eine Summe von 300,000 Gulden. Am 18. Sept. 1787 feierte er das Fest feiner fünfzigjährigen, segensreichen Regierung. Feierlicher Gottesdienst heiligte den frohen Tag, der mit großer Fröhlichkeit beschlossen wurde, da des Fürsten Güte die