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welche der Kaiser Leopold I. im Jahre 1694 dem Hause Brandenburg ertheilt halte, in Besitz zu nehmen und die holländischen und dänischen Besatzungen daraus zu entfernen. Obgleich auch Wied Runkel sehr bedeutende Erbansprüche erhob, da des regierenden Grafen Johann Ludwig Adolph im Jahre 1732 verstorbene Gemahlin, eine Prinzessin von Ostfriesland gewesen war, so führte er doch den königlichen Befehl mit solchem Nachdruck aus, daß alle Gegenrede verstummte. Der Graf von Neuwied wurde zur Belohnung am 22. Juli 1746 zum Chef des erledigten Niedeselschen Regiments ernannt.
Am 3. September 1747 vermählte er sich zu Wesel mit SophieLuise, der Tochter des preußischen General-Feldmarschalls Burggrafen zuDohna-Carwinden, die ihm im folgenden Jahre eine Tochter gebar, aber bald nachher, am 14. März 1749 starb; am 27. Juli verlor er auch die Tochter. Er vermählte sich nicht mehr.
Friedrich II. ernannte den Grafen am 28. September 1749 zum General-Major der Infanterie. 1755 wurde er mit seinem Regiment« von Wesel nach Minden versetzt und am 25. Juli 1756 von dem Könige zur Theilnahme an dem dritten schlesischen (siebenjährigen) Kriege berufen. Er führte seiu Regiment bis Halberstadt, von wo aus das erste Bataillon zu dem Corps des Prinzen Ferdinand von Vraunschweig befehligt wurde und das zweite nach Magdeburg kam. Ter Graf selbst erhielt eine Brigade bei dem Corps, das die Sachsen bei Pirna einschloß.
In der Schlacht bei Prag erlitt das Regiment Neuwied bedeutende Verluste und erhielt bald darauf in unferm Grafen seinen Befehlshaber wieder, der mit ihm n.,ch Vrieg zog. Nach der Schlacht bei Leuthen, 5. Dezember 1757, führte der General Neuwied sein Regiment zur Berennung von Nrcslan, eroberte die Vorstadt und schlug in der Nacht vom 17. znm 18. Dccember einen starken Ausfall zurück; am 20. Dezember ergab sich Breslau, das am 22. November von den Oesterreichern eingenommen worden war, wobei ein anderer Graf zu Wied, der österreichische General-Lieutenant, Heinrich Georg Friedrich von Wied-Runkel, die Reserve befehligt hatte.
In der Mitte des März !758 stand der Graf Franz Karl Ludwig mit acht Bataillonen um Landshut in Schlesien. Am 3.
