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um so schwerer für ihn, wenn der Vorgänger ein ausgezeichneter Regent gewesen ist. Kommen aber nun von innen und von außen noch störende Verhältnisse hinzu, denen der junge Fürst nicht gewachsen ist; treten Stürme ein, die nicht vorher zu sehen waren; so ist es kein Wunder, wenn er dann wie ein steucrloses Schiff umher treibt und endlich an den Klippen zerschellt. So war es mit dem Fürsten Friedrich Karl, der durchaus kein unfähiger Mensch war, der manches Geistreiche geschrieben, gesagt und gelha» hat, der aber mit einer zu lebhaften Phantasie begabt und neben einer großen Gutmüthigkeit eine so große Schwäche besaß, daß er der Spielball in den Händen Anderer wurde, und zuletzt, fast mit dem Stempel der Geistesschwäche gezeichnet, unbetrauert und bald vergessen, von dem Schauplatze, auf den ihn seine Geburt gestellt, abtreten mußte. Friedrich Karl, der einzige Sohn Friedrich Alexanders, — ein jüngerer Sohn, Alexander Emil, war schon 1748 wieder den trauernden Eltern entrissen worden, — war am 25. Dezember 1742 zu Hachenburg geboren. Er erhielt eine sorgfältige Erziehung unter der Leitung feiner Eltern und feines Hofmeisters, des Geheimen Rathes Beckmann. 1760 besuchte er die Universität zu Gottingen und 17L2 die v?n Nürnberg, wo er, seiner ausgezeichneten Kenntnisse wegen, in die deutsche Gesellschaft aufgenommen wurde; dann machte er Reisen nach RegenKburg, Wien, Mailand, Paris und Amsterdam, von wo er 1765 zurück- kehrte. Beckmann war beiallen Studien und N'isensei» treuer Führer.
Am 20, Januar !?6l> vermählte er sich mit der Gräfin Marie Luise Wilhelmine von Sayn- Wittgenstein-Ver- leburg, die mit den trefflichsten Geistcsgaben große körperliche Schönheit paarte. Sie wurde Mutter von sieben Prinzen und drei Prinzessinnen, von welchen Luise Philipp ine, Johann August Karl, Maximilian Alexander und Karl Emil sie überlebten, der älteste Sohn Ele mens Karl Friedlich 1800 nach schwerer Krankheit starb, der zweite Christian Friedrich, als K. K. Rittmeister bei Freising verwundet, ebenfalls im Jahre 1800 und zwar im Kloster Niederalteich, seinen Wunden erlag und Heinrich Victor 1812 den Heldentod in Spanien fand.
Wenden wir uns nun dem Prinzen Friedrich Karl wieder zu. Friedrich Alexander hatte ihm den Vorsitz bei den Landes-Collegieü übergeben; aber, wenn er auch einen großen Schatz von Kennt'
