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tin am 30. März und zog mit den Monarchen in die gedemüthigte feindliche Hauptstadt ein. Den Orden des eisernen Kreuzes erhielt der Prinz für sein ausgezeichnetes Verhalten in den Gefechten von la Chaussee und Chateau Thierrn. In späteren Jahren wurde ^ »och K. preußischer Generalmajor.
Nachdem der Pariser Friede geschlossen war, kehrte der Prinz nach Neuwied zurück und beschäftigte sich nuu ganz mit dem Plane zur Ausführung seiner brasilianischen Reise. Im Frühling 1815, noch vor dem Ausbruche des ueuen Krieges gegen den von Elba entflohenen Napoleon, trat er sie an und gelangte in der Mitte des Inli nach Rio de Janeiro. Zwei fürstliche Diener, den Gärtner Simonis und den Jäger Dreidoppel, hatte er von Hause mitgenommen.
Von der portugiesischen Regierung uuterstützt uud den General- Capitainen aller Provinzen empfohlen, nahm er noch zehn Leute und sechszehn Maulthiere auf seine Reise mit. Letztere trugen große mit Niudshäuten überzogene Kisten, welche theils die Lebensbedürfnisse enthielten, theils zur Aufnahme der gesammelte» Naturalien bestimmt waren. Am 4. August überschiffte er den Meerbusen von Rio, begleitet von den deutscheu Naturforschern Freireiß und Sellow. Die Reise ging zunächst längs der Küste des atlantischen Oceans, bis zum Kabo Frio, dann nordwärts zum Pnraiba. Ueber diesen Strom wurde die Reise weiter in die ungeheuren Urwälder zu den Indianerstämmen der Puris, Coroados und der Coropo's fortgesetzt. Im November kehrten die Reisenden nach San Salvador zurück, wo sie durch die Nachricht von dem Siege zu la Belle-Alliance hoch erfreut wurden. Dann wurde der Paraiba bis zu seiner Mündung verfolgt und in die Wildnisse der Noto cuden am Rio Doce eingedrungen. Im Januar kam der Prinz an die Flüsse St. Matthäus und Mucuri, im Juni nach Carauellas, von wo er einen bedeutenden Theil seiner Sammlungen nach Rio Janeiro absandte. Im Juli setzte er die Reise zu den Patachos Indianern am Rio do Prado und den Machacari's fort, an die Flüsse Porto Seguro und Santa Cruz und im August a» den Velmonte, von wo er wieder zu den Votocuden ging, dieses merkwürdige Volk noch genauer beobachtete und dann nach Velmonte zurückkehrte. Hierblieb er 3«/, Monate, brach am Ende des Jahres nach dein Rio dos Ilheos auf, bahnte sich 3 Wochen
