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Prinz Max zu Wied.
Sehr frühe schon zeigte der Prinz gros;« Freude an der Naturgeschichte, so wie eine lebbhafte Neigung zur Jagd, — eine ausgestopfte wilde Ente, die sich in der Sammlung des Prinzen befindet und welche er als sechsjähriger Knabe schoß, ist davon ein beredter Zeuge. Auch der Erzieher der fürstlichen Kinder, der Hauptmann Hoffmann, vorzüglich bekannt durch seine antiquarischen Forschungen, war dem Studium der Naturgeschichte sehr ergeben. Kein Wunder, wenn der eifrige Prinz sich unter der Leitung des in der Naturgeschichte so ausgezeichneten Lehrers, des Professors Vlumenbach in Göttingen, zu einem tüchtigen Naturforscher ausbildete. Demungeachtet trat der Prinz im Jahr 1602 in preußische Kriegsdienste und ward bei dem Regiment des Königs Stabs-Eapitain. An der unglücklichen Schlacht bei Jena, 14. Octbr. 1806, nahm er thätigen Antheil, wurde am 28. Octbr. bei Prenzlow kriegsgefangen, jedoch bald ausgewechselt und ging dann nach Neuwied, wo er sich eifrigst mit seinen Studien und mit der Vorbereitung zu seiner Reise uach Brasilien beschäftigte.
Doch führte er sie noch nicht aus. Der Freiheitskrieg kam, die Ketten des Unterdrückers wurden gesprengt, die Heere der Alli- irten drangen bis zum Rheine vor: da litt es auch den tapferen Prinzm nicht mehr bei den friedlichen Wissenschaflcn. Er griff zum Schwerte, trat als Major in das dritte oder brandenbnrgifche Husaren - Regiment ein und nahm rüstig kämpfend Theil an de» Schlachten und Gefechten von la Chaussse, Chalons, Chateau Thierry. Montmiruil, Verrr, au Vac, Laon, la Fere Ehampenoise, Meaur, Clane, bei der Einnahme der Pariser Vorstadt St. Mar«
