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Unterdessen waren mit seinem Corps noch die Neste von drei Schweizerregimentern zu einer Brigade vereinigt worden, über die der Prinz das Commando erhielt.

So verging das Jahr 1811.

Am 27. Januar 1812 sollte ein französisches Corps zu St. Felio de Codinos aufgehoben werden. Die Division Sars- sield rückte vor Tagesanbruch aus, und Prinz Victor mit seiner Brigade voraus, zwischen Weinbergsmauern die Anhöhe hmab. Nach wenigen^Schüssen drangen die Seinigen mit den Najonneten in den Feind. Fortwährend vordringend machte der Prinz viele Gefangene, bekam aber in dem Gemetzel zwei Vajon- netstiche in die rechte Wange. Dennoch aber setzte er das Com- Mllndo fort, als ihm eine Musketenkugel durch Vrust und Nucken fuhr und ihn besinnungslos niederwarf. Er wurde in das nahe St. Felio gebracht und feine Wunde sorgfältig behandelt; aber der Oberarzt erklärte sie für tüdtlich.

Als die Division Nachmittags von der Verfolgung des Fein­des zurückgekehrt war, trugen fechszehn Mann des Regiments Tarragona den verehrten Sterbenden nach Castel de Sol. Am 28. Januar besuchte ihn hier der General mit dem ganzen Stab. Froh über den Ausgang des Gefechtes und heiter den letzten Augenblick erwartend, reichte er lächelnd dem General die Hand und nahm Abschied von ihm für diefes Leben. Obgleich Niemand Mit dem Prinzen reden durfte, wurde während des ganzen 28. Januars sein Zimmer nicht leer von besuchenden Officieren, die ihm ihre Liebe zn erkennen geben wollten.

Abends, gleich nach 11 Uhr, verlangte er von seinem treuen Jäger Buch sieb zu trinken und als dieser seinem Wunsche ent­sprechen wollte, entschlief er sanft und unbemerkt.

Am 30. Januar wurde der Prinz mit allen ihm gebührenden und hochverdienten Ehrenbezeugungen beigefetzt.

E.M.Arndt hat sein Andenken in einem trefflichen patrio­tischen Gedichte verherrlicht und die Erinnerung an ihn lebt noch in dem Herzen jedes Neuwieders lange fort, während fein Denk­mal in dem fürstlichen Parke sie auch den spateren Generationen erhält.

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