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als wenn der Negierungsbcmrath einige hinterlassene Stadtpläne von Schinkel ausgeführt hätte."
Die Amerikaner. „Der Amerikaner ist ein unsteter, wandelbarer Geselle. Hier in New-York trifft man ungeheures Vermögen, das während des Lebens eines Menschen schnell erworben wird und dann, unter die Erben vertheilt, eben so schnell gänzlich verschwindet. Es sollen wenige Beispiele vorkommen, daß der Sohn eines reichen Mannes reich geblieben ist; deshalb gibt es selten Familientraditionen, selten eine angemessene Erziehung und Bildung. Man hat nicht das Bedürfnis;, höhere Lehranstalten zu gründen, wie bei uns; die Schulen und Universitäten reichen nur so weit, als die praktische Thätigkeit es dereinst erfordert. Kunstsinn ist kaum vorhanden und gesellige Bilduug ist bloß Formenwesen, ohne tief-sittlichen Gehalt. Dagegen ist äußeres Wohlleben, Eleganz, Pracht und Verschwendung allgemein und das rührige Leben rmlint in höheren Schlägen als bei uns. Ich weih die Menschen hier einstweilen, bis ich einen besseren Maaßstab habe, nur in solche einzutheilen, die mit fieberhafter Rastlosigkeit und mit grenzenloser Kühnheit Geld gewinnen, und in solche, die das Erworbene ebenso schnell durchbringen . . . ."
Die Amerikaner. „Was wird nun am Ende aus dieser Bevölkerung werden? Werden sie sich unter einander todt schlagen, wenn die letzte Eiche umgehauen ist und der kalte Nordwind über kahle Einöden bläst? — Diese Gedanken stürmten auf mich ein, ohne daß ich deren Losung finden konnte. Denn wissen kann es kein Mensch, was die Vorsehung diesem bevorzugten Nordamerika vorbehaltenhat. Sie macht hier ein neues Experiment, das die Geschichte noch nicht kennt. Ein herrliches, ungeheures Land, das durchschnitten ist mit den mächtigsten Strömen der Erde, überreich au Production von Getreide uud Früchten, aber auch an Holzarten, Gesteinen, Metallen jeder Art, mit Häfen ausgestattet für den Welthandel, — dieses prachtvolle Land, in jeder Beziehung von den großartigsten Anlagen, wird in wenigen Jahrhunderten mit Culturvölkern meist angelsächsischen Stammes bevölkert, und zwar nicht erobert von Heerführern mit ihren Vasallen, die das Land unter sich theilen und eine Gliederung in Stände begründen, sondern durch eine unorganische Masse von einzelnen Individuen, die sogleich unter der schwierigsten politischen Form ihr Staatsleben
