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. . . „Ich scheide von hier gern, das bedarf keiner Erklärung, wäre ick aber gesund, d.h. mit einer Bärennatur ausgerüstet und unverheirathet, dann würde ich es bedauern, von hier wegzugehe», denn nach dem ersten Jahre des Aufenthaltes in diesem Lande gewinnt mau erst ein reges Interesse für all' das Große und Wunderbare, was unser Gemüth hier frappirt, und ich bin überzeugt, daß man durch die nähere Kenntnis; dieses Welttheils erst eine ergänzende richtige Anschauung von dem erhält, was die Wissenschaft für Europa festgestellt hat. — Dies überlasse ich andere», mehr begabten Reisenden, die das nicht zn Hause finden, was ich schon zu lange verlassen habe, und was doch am Ende mehr werth ist, als alles menschliche Wissen und Forschen. Ob meine Reise wirklich einen erkennbaren Nutzen gehabt hat, läßt sich erst später mit Gewißheit beurtheilen, aber jedenfalls war sie ein mächtiger Eingriff in den gewohnten Gang meines Daseins, und schon deshalb von heilsamer Wirkung. . . ."
Nach seiner Rückkehr in die Heimath genoß der Fürst, bei zunehmender Kränklichkeit, die Natur meist auf feinem Lieblingsfchloß Monrepos, fast ganz mit tiefen philosophischen und religiösen Stndien beschäftigt und seineu trefflichen humanen Principie» lebend *).
Langsam schwanden seine körperlichen Kräfte hin. Den letzte» Winter verbrachte er in schmerzlichen Leiden zu Naden-Naden. Hier dictirte er in den wenigen schmerzensfreien Ztuudeu, die seine letzte schwere Krankheit ihn: übrig lieh, einen Brief, „über das Geheimnis) der menfchlichen Persönlichkeit", der in dem erwähnten Zefte der protestantischen Monatsblätter „zur Erinnerung an den Fürsten" aufgenommen ist.
Wir geben aus diesem interessanten Briefe, eigentlich ein
*) Diese Humanität wendete der idle Fürst aber nicht blos dem M«' fchen zu. auch das Thier hatte Theil daran. Wenn der Fürst auch nicht der große Verehrer der Jagd war, als seine nächsten Anverwandten, so übte er sie doch uud ging einst mit großem Verlangen hinaus, einen Sechszehnender zu schießen, dessen Stand ihm seine Forstbeamteu angezeigt hatten. Von einem Baumstämme gedeckt, die Büchse gespannt, erwartet er das ihm zugetriebene Thier. Es kam. Aber als er das sorglose prächtige Wild erblickte, setzte er das Geschoß zur Erde und rief: »Nein, ein solches Thler will ich »ich! tobten!«
