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die kaiserliche Nelehmmg mit der Vogtei Irlich, Schiedsrichter sprachen sich von Neuem für die Gerechtsame des Hauses Wied aus. Nach Aussterbe,, des Snnnischen Mannesstammes einigte der Kurfürst Carl Caspar sich mit den Saunischen Erbtöchter,i über den Besitz des Schlosses Sann, der Vogtei Irlich und anderer Theile der Grafschaft Eayn, wodurch nun ein fortdauernder Proceß zwischen Wied und Kurtrier entstand, der auch nach der prenhischen Besitznahme 1815 mit dem Fiscus noch fortdauerte, bis König Friedrich Wilhelm III. ihn, am 25. April 18,22, zu Gunsten des Fürsten von Wied entschied. —
Die Herrlichkeits-Verhältnisse waren überhaupt in Irlich uicht allein sehr verwickelt, sondern auch auffallend getheilt. Im Jahre 1583 zählte man hier 8 Trierische, 9 Saynische, 10 Wittgensteinische und 64 Wiedische Hörige. Obgleich Irlich dem Kirchspiel Ieldtirchen gehörte, verhinderte doch der große Einfluß von Kurtner den Uebertritt zur Reformation.
Da« Kirchspiel Feldküchen.
Eine Viertelstunde unterhalb Irlich liegt das Dörfchen Fahr. Ein Spaziergang mit den herrlichsten Aussichten auf den Rhein, nach Neuwied und Andernach und auf die senseitigen Berge, führte einst längs des Rheines nachdem von den Neuwiedern viel besuchten Vergnügungsorte. Man geht zwar noch dahin, aber der hohe Damm der Eisenbahn hat jegliche Aussicht weggenommen.
Eine kleine Strecke von Irlich entfernt, liegt auf der sanft ansteigenden Höhe, von Bäumen umgeben, die uralte Feld kirch e mit Pfarrhof und Küsterwohnung. Hoch blickt der Thurm, mit einer Mönchshaube gekrönt, über die weite Gegend hinaus.
Zu diesem Kirchspiele gehören die nahe» Dörfer Wollendorf, Gönnersdorf, Hüllenberg, alle auf dem terrassenförmigen Nerghange nach dem Rheine hin, im Rheinthale felbst Fahr und m einem kleinen Seitenthale der Wied Rodend ach. Unter den Bewohnern geht noch die Sage, daß einst eine große Stadt, Halle, hier gestanden, die sich östlich bis Bieder ausgebreitet habe und durch ein Erdbeben und Feuer zerstört worden sei. Wahrscheinlich bezieht sich dies auf die großen Nömerlager von Niederbieber und Heddesdorf und höchstwahrscheinlich ist, daß von demRömerlastell
