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Andernach die Heerstraße hier vorüber nach dem Oastruin, Kidsinum (f. S. 51) gegangen ist.

Die Kirche, jedenfalls eine der ältesten in dieser Gegend, soll von Seiten des gegenüberliegenden Klosters St. Thomas errichtet worden sein und war ursprünglich der Pfarrei Andernach einverleibt. St. Georg war ihr Schutzpatron.

Im Jahre 1300 hatte sie bereits ihren eigenen Pfarrer, denn in diesem Jahre dotirt Albert von Hammerstein, Chorbischof zu Köln und Pfarrer zu Feldkirchen, den in diefer Kirche, auf der Seite der Klaufe gelegenen St, Georgenaltar, unter der Bedingung, daß daselbst zu ewigeu Tagen seine und seiner Eltern Gedächtnis) begangen werde und verordnet ferner, daß ein zeitlicher Burggraf von Hammerstein, der im goldenen Felde drei rothe Hämmer füh­rend, der Feldkirche Patron fei, nach des Chorbischofs Ableben auch den besagten Altar vergeben solle, mit Rath äisorLtorum viroiulli von Feldkirchen, Lcudesdorf und Nheinbrohl.

Am 26. Juli 1316 wurde Johann von Vrcmnsberg (Graf zu Wied), als er seinen Sohn Salentin für die Pfarrei Feldkirchen präfentiren wollte, von bestimmten Schiedsrichtern, als ungerecht­fertigt, zurückgewiesen.

In einer späteren Urkunde bestimmt Wilhelm,ein Edel­mann von Braunsberg, Herr zu Isenburg", daß erunserm Mag" Burggrafen zu Hammerstein,um den Dienst, den er uns gethan hat und noch thun soll, begnaden, nnd hau ihm und allen seinen Erben und alleu seinen Nachkommen die Kirche zu Fcldkirchen zu rechtem Lehen geliehen und er und alle seine Erben und Nach­kommen sollen dieselbe Kirche von uns und unser» Erben zu rech­tem Lehen haben und davon unsere Manne senn, als Lehenrecht ist."

Die Pfarrei Feldkirchen war eine der reichsten in der Erz- diocese geworden uud bedeutende Herren waren im Genuß ihrer Einkünfte, so ein Prinz von Baden, Bruder des Kurfürsten Johann II. von Trier. Eben fo war der Graf Friedrich von Wied, später Fürstbischof von Münster, Pfarrherr von Feldkirchen.

Durch die im Jahre 1546 in der Grafschaft Wied durch Johann IV. eingeführte Reformation wurde die Pfarrei Feldkirchen von St. Thomas ganz unabhängig und die erste Kirchenvisitation lieh der für die Reformation und kirchliches Wesen so eifrige Graf hier 1556 abhalten.