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Von den genannten, so freundlich liegenden Dörfern, in welchen ein fleißiger Acker-, Gemüse- und Obstbau, sowie auch etwas Neinbau, betrieben wird, genießt man eine herrliche Aussicht auf das Neuwieder Becken, besonders von Hüllenberg (637'), der Nahe dabei gelegenen VillaVenderund dem HofeWindhausen (639') aus. Von dem Letzteren blickt man hinab in die Straßen der jenseits gelegenen alten Stadt Andernach. Dieser Hof Wind­haus eu kommt schon in einer Urkunde von 1132 vor und spater nu 14. Jahrhundert, unter dem Namen W inHausen (also Neinhausen) als Besitzuug der Abtei Herford, die es an das Kloster St. Thomas verkaufte. Der Burggraf von Hammerstein war Schirmvogt des Hofes.

Das Prämonstratenserkloster Veselich bei Runkel und die AbteiMarieuftatt besaßen zu Hüllenberg Höfe, so wie auch zuWollendorf (Wolfendorf) eine Burg, den Junkern von Hees gehörig uud ein Vlankenheimer Hof sich befanden. Im dreißig­jährigen Kriege erlitten die Dörfer von der lothringischen Besatzung auf Hammerstein mehrfach Plünderung. Als bei der Nebellion gegen den Grafen Friedrich III. 1660 derChnrsürst von Köln sich des Grafen annahm, entwichen die meisten Bewohner des Kirch­spiels aus ihren Häusern und kehrten erst zurück, als ihnen, die Nädelsführer ausgenommen, Verschonung von Leibesstrafe zugesichert

wurde.

Dicht an den Rhein tritt eine Viertelstunde uuterhalb Irlich Und eine kleine Strecke von Wollendorf ein ca. 100 Fuß hoher Echieferfels, die hohe Lei (Hollei) vor und verliert sich mit vielen Ausläufern iu den Rhein. Auf der südlichen Seite lehnt sich die Villa Röntgen, von dem Minister August von Röntgen <836 erbaut, jetzt im Besitz des Herrn Nüttgers, mit ihren freundlichen Anlagen, an die hohe Lei an.

Unmittelbar vor derselben, die Fronte gegen den Rhein, stand ehedem das wiedische Schloß Friedrichstein, für das der Raum durch Wegbrechen großer Felsmassen geschaffen worden. Graf Friedrich, der Gründer Neuwieds, ließ diefes Schloß erbauen, da er gesonneu gewesen sein soll, auf der Berghohe feine neue pro- iectirte Stadt aufzuführen ein Project, das er später aufgab. Da er aber doch den Bau des Schlosses rasch befördern wollte, wahrscheinlich weil Kurtrier auf dem rechten Rheinufer immer