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weiter um sich griff, so ließ er durch schwere Frohnden seiner Uuterthanen, besonders um 1660, den Bau ausführen, wodurch jedoch ein so aufrührischer Geist in dem Volke entstand, daß der Graf mit großer Strenge dagegen einschritt und mehrere Widerspenstige die Todesstrafe erleiden ließ. Graf Friedrich fah sich jedoch «eranlaßt, von 1662 an den Vau nicht weiter fortzuführen, ^>och war er grohtcntheils bewohnbar. Das Volk nannte das Schloß das Teufels hans, wegen der Strenge, die ihm bei dem Baue widerfahren war und erzählte vielfach von den Geistern der Hingerichteten, welche darin umgehen sollten. Ein dreistöckiges höheres Gebäude, gleich nnterhalb des Friedrichsteins, wurde jedoch ganz vollendet und diente öfter dem Grafen Friedrich als Residenz.
Unter Fri edrich 3l l exander wurden mancherlei industrielle Versuche hier gemacht und im Jahre 1791 für den Dienst der Emigration hier ein Frcieorps errichtet.
Als im Jahre 1806 das Fürstentum Wied unter nassauische Herrschaft kam, ließ der Fürst, wegen der hohen Steuer, das Dach des Schlosses abreiste,!, was uuter der Verwaltung des Kammer- Direktors Cäsar geschah. Al. Schreiber nannte, mit sehr ungerechtfertigtem Spotte, in feiner bekannten Nheiureise das dach- luse Gebäude Cäsarsruinen. Zuweileu von obdachlosen Familien bewohnt, zerfiel der Friedrichsteiu immer mehr, bis endlich im Jahre 1868 der Bau der rechtsrheinischen Bahn feine letzte Spur von der Erde vertilgte. Doch ist das oben ermähnte andere Gebäude neben dem Friedrichsteiu diesem Schicksal nicht verfallen. Es reiht sich nun das zum Kirchspiel Feldkirchen gehörige Dorf Fahr oder Am Fahr an, das seine Entstehung der Ueberfahrtstelle nach Andernach verdankt. Das Plateau von Wollendorf erhebt sich hier nur in geringer Hohe (200') über die Sohle des Nheinthales.
Fahr hat ansehnlichen Weinbau, sowohl iu rothem als weißem Weine und soll die Abtei St. Thomas bei ihrem Entstehen 1129 schon mit Weingütern zu Fahr begabt gewesen sein. Im Jahre 1328 bestätigten Friedrich von Hammerstein, Propst in Köln, und Burggraf Ludwig von Hammerstein, der Abtei Altenberg eine und eine halbe Ohm Weinrenten zu Fahr: an der Ueberfllhrt, welche Var heißt, nahe bei Andernach, in der Pfarrei Feldkirchen (^'nxta, p^a^ium, yuock ckioitig. Var, propo ^.näer- vHcmln, im parooliii!, äe Vsltlcirsslroll.")
