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Das Gebirge tritt nun dicht und schroff an den Rhein heran, mehrere Klipvenreihen bildend, von welchen die oberste, nach dem Fahr hin, die Fahrer Lei, die mittlere, Andernach gegenüber, die Engwitterlei, nnd die unterste, dem Andernacher Krah- nenberg gegenüber, die Kurzstückslei heißt. Auf der Höhe steht der erwähnte Hof Windhausen, unten ziehen Eisenbahn und Landstraße dicht am Rheine hin. In einzelnen Absätzen (Terrassen, Chören) mit Mauern gestützt, ist der Verghang ganz mit Reb- pflanzunge» bedeckt.
Die schroffe Felfenmafse der Kurzstückslei bildet mit dem gegenüber liegenden Krahuenberg, gleich unterhalb Andernach, die rheinische Porta, die ?ortn llntouuaoenZis, den Schluß des Neuwieder Beckens, die sicher einst verbunden, dem Rheine den Durchgang wehrten.
Lcndczdorf.
(Leutesdurf). Gleich unterhalb dieser Felsenvarthieen erweitert sich das Thal wieder zu einer kleinen Fläche, in welcher sich, besonders dem Rheine entlang, das sehr ansehnliche Leudesdorf ausbreitet. Besonders au der Nheinfronte hat es viele Gebände von stattlichem Ansehen, während das Innere, von meist engen Gassen durchschnitten, nur gewöhnliche dörfliche Wohnhäuser oder alte Hofgebäude enthält. Schon im Jahre 927 kommt das Dorf in einer Urkunde Heinrichs I. vor, in welcher es Liudwidesdorp heißt; später ist die gewöhnliche Bezeichnung Ludensdorp.
Viele Adelsgeschlechter hatten hier ihre Sitze. Das wichtigste war das der Vögte von Leudesdorf, die durch Heirath auch Mitbesitzer der Herrfchaft Bürrcsheim wareu und im Mannesstamme gegen Ende des 15. Jahrhunderts ausstarben.
Vom zwölften Jahrhundert an werden auch die Ritter von Ludensdorf, die Wapelinge, die Lenherren und die Schenke von Ludensdorf genannt. Wo ihre Sitze waren, wohin ihre Gebeine gekommen sind, wer weih es?
Am unteren Ende des Dorfes steht das Vurghaus des 1848 erloschenen Geschlechtes von Mees, jetzt Eigenthum des Herrn Nlank von Barmen.
Ein bedeutendes Hofhaus, den Zehnthof oder die Zenne, oberhalb der Meesenburg, besaß Kurtrier; später an den Fiscus
