gekommen, erkaufte es die Freifrau von Frege und ist jetzt im Besitze der Freiherren von Dannenberg. Auch der Fürst von der Lenen besaß hier ansehnliche Güter mit dem Leyenschen Hof (jetzt Hausnummer 104). Viele Klöster waren hier in reichem Besitz, so die Abtei Laach mit 90 Lehensleuten und dem Laacher Hof (Nr. 182), das Kloster Marienstadt mit dem Nonnenhof (148), Himmerode in der Eiset mit dem Himmeroder Hof, das unterste Haus des Dorfes (Rr. 208). Die Gebäude haben meist ein auf­fallendes alterchümliches Aeußere. Auch Rommersdorf und St. Thomas waren stark begütert.

Ueberhauvt waren früher über zwei Drittel alles Besitzes zu Leudesdorf in fremden Hände»; derselbe ist aber jetzt ganz und gar in den Händen der Bewohner und durch deren Rührigkeit und Fleiß auch schuldenfrei. Die Zahl der Seelen beläuft sich auf 1700, die in 230 Häusern woh,ien.

Fast am oberen Ende des Dorfes liegt das Zollhaus mit einem Garten »ach dem Rheine hin und einem Thore, durch wel­ches früher alle zollpflichtigen Waareu gebracht werden mußte». Hier wohnte im Anfange dieses Jahrhunderts der am 17. Juli 1813 verstorbene herzoglich nassauische Hofrath und Director des Nheinzoll - Octroi, Ioh. Fasbender, eine einst sehr bekannte rheinische Persönlichkeit; er war Zollschreiber des Amtes Hammer­stein, das hier seinen Sitz hatte. Sei» Sohn Matthias von Fasbender, war Generalkriegskommissar unter dem Erzherzog Karl. Das nächste aufwärts gelegeue Haus ist das freundliche Gast­haus von Moog-Eifen, zum Leyenschen Hof, mit Gartenwirthschaft. Auf der östlichen Seite liegt auf einer etwas höheren Stelle, das Dorf beherrschend, die alte Pfarrkirche, die unter dem Kurfürsten Franz Ludwig von Trier neu erbaut und 1729 zu Stande gebracht wurde. Ihr Schutzpatro» ist der h. Laurentius. Der erste be­kannte Pfarrer war «Honrieug a,b ^u»ule", aus dem Nittergeschlecht derer vom Niederwerth, 1262. Die Pfarrei hat Erzbischof Hein­rich von Vinstingen 1276 dem von ihm gegründeten Kollegiatstift zu Kvllburg übergeben; aber da demselben dieser entfernte Besitz allzu lästig war, übertrug es seine Berechtigungen nebst dem Zehnten 1569 dem Erzstift Trier gegen eine jährliche Erstattung von neun Fuderguten reinfchmeckigen Weines" aus dem kurfürstlichen Wein- wachsthum und Zehnten zu Elüsferath.

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