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Die alten Mauern von Leudesdorf sind reichlich mit dem nur nii mittleren Nheinthale (so wie dem Moselthale) häufigen ausge­breiteten Glaskraut (I'ariLtarig, ^uäaioa I,.), hier und da auch mit dem schönen Maner-Leinkraut (Iiinaria v^mdalari») bewachsen. Die Felsen bis nach Windhausen hinauf tragen ebenfalls manche schöne und seltene Pflanzenarten, namentlich auch viele Rosen.

Gleich unterhalb Leudesdorf, vom Rheine etwas entfernt, steht die Kreuzkirche, für die Kurfürst Philipp Christoph von Trier 1647 den Neubau bewilligte.Durchaus, bis auf die italienische Fahnde in gothischem Styl, mit Kreuzgewölben, polygonem Chorschluß und verzierten Spitzbogenfenstern, jedoch, laut der Iahrzahl über der Thüre, i. I. 1662 vollendet, ist diese Kapelle offenbar das jüngste Gebäude, so von der unlängst eingetretenen Neaction zu Gunsten dieses Stnls am Rhein aufgeführt worden. Angezweifelt hat die Tradition die rheinischen Maurer noch lange den gothischen Styl festhalten lassen, während die Architekten bereits italienischmodern bauten." Die Kreuzkirche ist ein beliebter Wallfahrtsort und ver­dankt ihr Entstehen wahrfcheinlich einer Abbildung des H.Kreuzes.

Eine halbe Stunde lang führt uns die Straße durch eine kleine Erweiterung des Thales, zwischen Weinbergen und dem Strome hin, an einigen Mühlen, den Bachmühlen, vorbei, die ein weit aus dem Gebirge herkommender Bach treibt. Das Bachmühle uthal hat eine Quelle, die Tiefeubach, bei Rocken feld; auffallende kegelförmige Berge, wie der Spitzelerkopf, der Olderberg, der Rothskopf, unigeben es zu beiden Seiten. Am Rheine aber tritt uns plötzlich die kolossale Felsenmasse der Hamm erstellter Lei entgegen. Fast senkrecht, M unregelmäßiger, gebrochener Schichtung, mit bunten Flechten bewachsen, hier und da einen Strauch, namentlich die Felsenmis­pel (Xroma lotuuäiiolia) oder Schwertlilien (^ris 83,mdmoma) tragend, steht der Fels da, an 600 Fuß über den Rheinspiegel sich erhebend. Manche bedeutende nackte und schroffe Felsenmassen treten im Nheinthale und den Nebenthälern aus dem Schiefer­gebirge hervor, aber der Hammerstein ist einer der auffallendsten, ähnlich wie die Lurlei und der Ehrenbreitstein, aber höher. Ein ähnlicher Fels steht ihm auf der linken Rheinseite nicht gegenüber; da setzt sich die Thalerweiterung fort. Oestlich aber von der Lei

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