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hoher Schutthaufen in der Mitte der Ringmauer deuten die Stelle «n, wo die Hauptgebäude standen."

Für den Architekten und Ulterthumsforscher ist ungezweifelt die bereits erwähnte Structur der Ringmauer am interessantesten, da sie zeigt, wie die Tradition die alte römische Maurerkuust auf­recht erhielt, ein Umstand, den (der bedeutende Coblenzer Bau­meister) von Lassaulx auch an der Vrömserburg zu Nttdesheim und an anderen Orten nachgewiesen hat. Am besten kann man ^e Form des Mauerwerks da unterscheiden, wo 1654, uugezwei- felt durch Mineugewalt, das Hauptthor der Feste weggesprengt worden ist und in der breiten Lücke noch ungeheure Bruchstücke Umher liegen. Zwischen mächtigen Außenwänden von Lauaqua- dern ist uämlich die Mauer bis zu einer Dicke von 16 Fuß durch ein Füllwerk von kleinen Bruchsteinen ausgefüllt, und zwar fo, daß die Steine fischgrätenartig, bald rechts, bald links gegeneinan­der geneigt, durch einen sehr festen, grobkörnigen, in Ueberfluß «»gewendeten Mörtel mit einander verbunden oder besser ausge­gossen sind. Neben der Lücke des Thores führt eiue breite, fpäter überwölbte Brücke auf die Brustwehr und den Nondengang, und ist hier eiue alte Schießscharte (offenbar erst im dreißigjährigen Kriege) durch unregelmäßiges Abbrechen der beiden Seitenmauern so erweitert worden, daß in dieselbe ein kleines Geschütz zur Be­streichung des Thores placirt werden konnte. Das Ganze ist offenbar einer der ältesten, wenn nicht der älteste nachweisbare Mittelalterliche Vurgbau in den Nheingegenden (c. 1000 Jahre n. Chr.)". Antiquarius III. 6. 84, 85.

Es geht aus alle» Urkuuden und deu vorgekommenen Mit- theiluugeu hervor, daß Hammerstein eine kaiserliche Reichsburg war, wohin man zu Zeiten die Neichsklemodien flüchtete, oder die Kaiser, wie Heinrich IV., 1105 ihre Zuflucht suchten, oder wo Man Gefangene aufbewahrte, wie der Sage nach der junge Hil- debrand, später Papst Gregor VII. Man erzählt, der Kaiserin, Heinrich's IV. Mutter, habe geträumt, dem Knaben seien Hörner gewachsen, womit er ihren Sohn in den Koth geworfen. Von der Festigkeit der Burg gibt ein sächsischer Chronist vom Jahre ^20 Zeugniß; doch hat sie vor 1071 Roth gelitten, denn Kaiser Heinrich IV. ließ sie in diesem Jahre mit großem Aufwände wieder herstelle». Im Jahre 1110 befanden sich der böhmische

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