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sonderliche Gegenwehr am H. Char-Freutag den 3. Aprilis N. (5. mit Nccord an Ehur-Trier ergeben. Einkommenem Bericht nach ist die Lothringische Garnison in 80 Mann stark nach Gülich zwar abgezogen, der Eommandant aber, aus uns unbewußten Ursache», bis auf fernere Ordre im Arrest behalten worden."

Im Herbste desselben Jahres wurde die Burg gänzlich zerstört und haben sich besonders wiedische Untcrthanen durch eifrige Hülfe dabei ausgezeichnet.

Die Aussicht von dem Burgberge ist uicht sehr weit, doch überaus lieblich und namentlich der Blick auf Andernach und der Durchblick auf das Neuwieder Becken ganz überraschend.

Sowohl auf den Felsen, wie an deren Fuße und auch in den benachbarten Wäldern findet der Botaniker reichliche Ausbeute; unter allen Seltenheiten heben wir die österreichische Ranke, 8i- n^moriuin austriaoum, hervor, die in Deutschland sehr selten ist und hier zuerst im Jahre 1828 aufgefunden wurde.

Am Fuße der Hammersteiner Lei reihen sich die Häuser des kleinen Dorfes Ob er-Hammer stein an, das durch den Bau der Eisenbahn bedeutend gewonnen, besonders nn Luft und Licht. Ehemals aus zwei Reihen eng zusammengedrängter, meist baufälli­ger Häuser bestehend, bildet es nun eine dem Rhein zugewendete freundliche Fronte. Der Chor der Kirche ist romanisch und gehört dem 12. Jahrhundert an; die jetzige Kirche aber ist im 16. und 17. Jahrhundert erbaut worden, und hat einen achteckigen Oberbau.

Zu dcr freien kaiserlichen Kapelle wurden Bruno von Ham­merstein 1335 dnrch König Ludwig uud der Cleriker Philipp von Hammerstein 1359 durch Kaiser Karl IV. ernannt. Uebrigens findet sich keine Erinnerung an das Geschlecht der Burggrafen hier vor. Ein altes Burghaus in Ob.-Hammerstein gehörte ehemals den Jun­kern von Clauseu uud kam später in den Besitz der Abtei Nommersdorf. Eine kleine Strecke weiter abwärts liegt N i ed e r°H a m m e r st e i n am Ausgange eines kleinen Thaies. Beide Dörfer betreiben hauptsächlich Weinbau. Nicht ohne Interesse möchte es sein, zu vernehmen, daß hier schon am Ende des 16. Jahrhunderts die Kunst der Weiuverfälschung bekaunt war, aber auch fchon in schlechtem Rufe stand: deuu der Pastor I, Brehn von Nieder-Ham- merstein verklagte 1595 vor Gericht einen Bürger, der seinen Weiu geschmähet" und ausgesagt, daß ergefärbet" sei.