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Sie kam später wieder in deren Besitz, verpachtete jedoch den Hof 1631 an 2 Hofleute für 2? Malter Weizen. Die letzte Nachricht über diefen Ort erhalten wir ausldem Jahre 1648, indem Graf Friedrich III., der Gründer Neuwieds, von seinem Hause Langendorf, das er auf dem Hofgrunde seiner Vorfahren sich hatte erbauen lassen, verschiedene Urkunden erließ. Es sollte dieser Bau das verheerte Langendorf wieder ins Leben rufen und es wurde die Stadt Neuwied daraus.

Monrepos.

Hoch auf der Kante des vorspringenden Gebirgsrückens, der zum Westerwald gehörig, 1008' über dem Meere, 840' über der mittleren Höhe des Nheinspiegels bei Neuwied liegt, ließ im Jahr 1757 Friedrich Alexander das freundliche Iagdschlößcheu Mon­repos Aoutrezxi») anlegen, das im Jahre 1762 vollendet wurde. In einer der reizendsten Lagen des großen Vergkranzes, welcher das Becken^von Neuwied umgibt, beherrscht es eine großartige Umsicht, die, so groß sie auch ist, dennoch ein deutlicher Nahmen schön umgibt. Die ganze Pracht des Neuwieder Beckens liegt dem Beschauer zu Füheu und der Nhein als ein breites Silberband von Ehrenbreitstein bis beinahe Andernach. Neuwied breitet sich an dem Ufer des Rheines aus; man kann fast alle seine Straßen überschauen. Nach Westen heben sich die vulkanischen Kegel des Maifeldes und der östlichen Eifel, nach Osten breitet sich der Westerwald aus. Im Süden zeigen sich die Vorberge des Taunus und der Hunsrück mit dem Kühkopf bei Coblenz und der Fleckerts- höhe bei Noppard. Es ist ein herrlicher, erhebender Anblick!

Die Entfernung von Neuwied beträgt eine kleine Meile, möge man nun durch Irlich über Rodenbach, oder über Heddesdorf, Rasselstein, an Nothhausen vorbei und durch Segeudorf gehen. Seit 184? führt eine zweckmäßig angelegte Straße auf die Höhe. Pracht­volle Buchenwälder breiten sich hinter den, Schlosse weit aus und ihre mächtigen Kronen bieten au heißen Sommertagen erquickenden Schatten. Treffliche Wege, natürliche Alleen, führen an die schönsten Aussichtspunkte auf der Nordseite des Schlosses, unter denen sich besonders der Blick vom Holzstoße auf die Wald- und Thalein­samkeit des Friedrichsthaies, und von dem Fürsten sitz aus die