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schon vorher beabsichtigt war. Gegenseitig halten sie genaue Auf­sicht auf strengste Sittlichkeit, so daß den Angehörigen dies VerIMnih Sicherung für dessen Reinheit gewährt.

Vorzüglich in der Eifel wird dieser Gebrauch aufrecht gehalten; auch in Heddesdorf herrfcht er in ähnlicher Weife.Mailehen" ist die örtliche Bezeichnung der versteigerten Mädchen.

Langendois.

Daß an der Stelle der jetzigen Stadt Neuwied ein Ort ge­standen, Langendorf, der durch den dreißigjährigen Krieg zerstört worden, dafür liegen verschiedene Urkunden vor. ' Ob es aber wirklich ein großes Dorf war oder ob es nur Höfe gewesen sind, dar­über finden wir keine bestimmte Nachricht. Aus allen Nachrichten geht hervor, daß es in einem engen Verbände niit Heddesdorf gestanden hat. Auch ein adeliges Geschlecht von Langendorf wird genannt. Arnold von Langendorf und seine Mutter Pauline fchenkten im Jahre 124? Aecker und Weinberge dem Kloster Wül- fersberg.

Die erste Nachricht kommt uns aus dem Ende des 12. Jahrhunderts zu, etwa um 1197. Bruno I. von Isenburg vertauschte um diese Zeit von der Abtei Nommersdorf gegen einen m Ackerland umgewandelten Weinberg zu Langendorf einFeld- oder Waldstück auf dem Gebirgsuorsvrunge nördlich der Alteck, wo er seine Braunsburg erbaute.

Seinem Vetter, dem durch den Papst Clemens IV. von dem erzbischöflichen Stuhle zu Trier entsetzten Heinrich von Boland, übertrug Salentin I. von Isenburg 1260 die Erbvogtei des Gutes Langendorf.

Seinen Hof in Langendorf übertrug Bruno III. von Nraunsberg dem Frauenkloster Wülfersberg bei Nommersdorf und behielt sich nur lebenslängliche Nutznießung vor, was derselbe 1270 durch eine Urkunde bestätigte, die von mehreren verwandten Herren und außerdem von den Schöffen von Langen dorv und Hadensdorp bekräftigt war.

Sein Hofgut in Langendorf verkaufte Erzbifchof Heinrich an die Abtei Saun 1278 für einen Hof zu Urmitz. Diesen Hof, der M der Heddesdorfer Gerichtsbarkeit lag, verkaufte die Abtei an Christoph von Stein für 1200 Thaler, jedoch mit Wiederkaufrecht.