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dorf, wahrscheinlich aus dieser Erbschaft herrührend, ertauschte er um 1197, von dem Abte Hellas zu Nomersdorf, welcher i. I. 1201 starb, auf dem steilen Bergvorsprunge nördlich der Alteck, ein Stück Wald und erbaute dort die Bruno bürg, Brauns­berg, wo er gewöhnlich mit feiner Familie wohnte. Diefe Burg ist lange Zeit und nachher wiederholt Sitz der wiedifchen Grafen gewefen, selbst als die Isenburg-Wiedische Linie, erloschen und die dritte, die Nunkelische, ihr gefolgt war.

Der Begründer dieser letzteren Linie, Friedrich von Nunkel, Graf zu Mied, Sohn der wiedifchen Erbtochter Anastasia, erhielt als Erbe die ganze Grafschaft, doch hatte er seine Brüder durch einige Stücke zu entschädigen; er sicherte daher feinem Bruder Johann, dem Erben von Nunkel, in einem Vergleiche von 1485, sein Schloß Vraunsberg, als lebenslängliche Wohnung zu, in der Voraussetzung, daß Friedrichs Sohn Wilhelm nicht vor Johann abginge. In diesem Falle sollte Johann nach einem Viertel- oder halben Jahre Braunsberg räumen und die aus dem Kirchspiel AnHausen sollten sein Gut eine Meile weit fahren. Johann bewohnte nun meistens die Braunsburg und starb daselbst Ende Mai 1521.

Warum Graf Nilhelm I. i. I. 1454 dem Grafen Gerhard von Sann Braunsberg zu Lehen aufgetragen, ist unbekannt, aber Graf Johann IV. zu Wieb verlangte in dem fortwährenden Streite mit Sann über Irlich und andere Gerechtsame von demselben auch den Revers über die Lehensempfänguih des Hauses zu Vraunsberg.

Graf Friedrich III. zu Wied, der Stifter Neuwieds, erhielt in der Theilung mit seinem Bruder Moritz Christian die untere Grafschaft und bezog fofort, 1640, Braunsberg, wo er oft und häusig verweilte, besonders aber von 1694 an, als französische Streifzügler sein neues Schloß in Neuwied verbrannt hatten. (S. S. 195.)

In dem heftigen Streite, den Graf Friedrich i 660 mit feinen Unterthanen hatte, (f. S. 194), ergriff Kurpfalz die Partei der Letzteren, machte dem Grafen viele ungebührliche Zumuthungen und fchickte zuletzt Truppen in die Grafschaft, mit Commisfarien zur Untersuchung. Nach einem kurzen Gefechte mit wiedifchen Landreitern, befetzten die Pfälzer Braunsberg, während Graf Friedrich sich nach Andernach zurückzog» Dann verklagte Kurpfalz