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unbequem und gefährlich war, mußte der Zoll zu Coblenz gezahlt werden. Der Erzbischof Johann II. erlaubte 1479 einem Bürger zu Engers, Johann Poppe, auf 40 Jahre einen Salmenfang anzulegen, gegen Entrichtung des fünften Salmen an die Zollschreiberei zu Engers.
Die Grafen von Sann hatten bis 1588 das Präsentationsrecht und das Patronat der Kirche; Graf Heinrich verkaufte es aber in diesem Jahre für 1000 Goldgulden an den Kurfürst Johann VII.
Der dreißigjährige Krieg brachte Enger s bedeutende Beschädigungen. Im I. 1633 wurde es, nach kurzer Belagerung, gleichzeitig mit Sann, von den Schweden eingenommen und schwer litt es durch die Belagerung Ehrenbreitsteins von 1635 bis 1637.
Nach Beendigung des Krieges nahm einer der bedeutendsten kaiserlichen Generale, der Graf Melchior von Hatzfeld, in Engers seinen bleibenden Wohnsitz. Er besaß das unterste Gebäude, einen Hof am Rheine, der nachmals an die Grafen von Hillesheim und oeren Erben, die Grafen von Spee, gekommen ist, von dem Fürsten von Nassau-Weilbnrg für 12000 Gulden erkauft wurde, spci- ter dem königlichen Garteninsvector der Landes - Baumschule als Dienstwohnung angewiesen und nun im Besitze der Kriegsschule ist.
Engers mar der Sitz des kurtrierischen Amtes Bergpfleg und der Hauptort der sehr ausgedehnten Landdechanei Engers.
Im vorigen Jahrhundert hatte Engers zweimal das unglückliche Schicksal, durch Feuersbrünste zerstört zu werden. Das letzte Mal geschah es am 14. August 1778. Nach dem Plane des 1768 verstorbenen trier. Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorf, den derselbe bereits nach dem ersten Brande gemacht hatte, wurde es, unter Clemens Wenceslaus, neu und freundlich wieder aufgebaut. Johann Philipp hat auch den mächtigen Thurm, welchen Grzbischof Kuno erbaute, sammt der Burg abbrechen und an dessen Stelle seit 1758 das neue, jetzige Schloß im französischen Style erbauen lassen. Derselbe bewilligte auch unter dem 1. Dec. 1761 dem Städtchen Engers jährlich fünf Jahr- und Viehmärkte,
Nachdem i. I. 1806 Engers an den Fürsten von Nassau- Weilburg gekommen war, entwickelte sich von 1808 bis 1813 hier wieder ein reges Leben, da der Fürst das schöne Schloß zu seiner Sommerresidenz erwählt hatte.
