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Engt«.

Daß Engers, Angirs, eine der ältesten Ansiedelungen am Rheine, lehrt schon der Name, der, gleichlautend mit dem der großen Stadt Angers im westlichen Frankreich, galischen Ursprungs sein muß, wie dann die TlMer der Sann und der Wied ursprüng­lich von galischen Ansiedlern besetzt gewesen. Das ergiebt sich aus vielen Namen, von denen nur die Sann, Sequana, Brex, Nigo- dulum, angeführt werden mögen."

Hier soll der erste Rheinüberqang Iul. Lasars, 55 v. Chr., stattgefunden haben und altes Mauerwerk, das Heidenmäuerchen, welches man etwas oberhalb Engers am Nheinufer gefunden, soll die Wiederlage der Römerbrücke gewesen sein. (S. 49.) In der späteren römischen Zeit scheint Engers, mit dem benachbarten Rigodulum verbunden, der Mittel und Stützpunkt aller römischen Festungsaulagen auf dem rechten Nheinufer, ein Bollwerk für die Beschützung der Moselmündung und zugleich ein Uebergangs- und Angriffsposten gewesen zu sein. Die Trümmer dieser Wichtigkeit fanden die Franken bedeutend genug, um nach ihnen einen Gau zu benennen, eine seltene Auszeichnung von Seiten der Salier, die ihre Gauen meist nach den Flüssen zu benennen pflegten. Der Engersgau war von bedeutender Ausdehnung (s. S. 67.) und kommt urkundlich schon sehr frühe, 743, vor. Engers selbst erst in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts. Das nahe Reul, Rigodolum, ist gänzlich verschwunden.

Im I. 135? bewilligte Kaiser Karl IV. dem Grafen Wil­helm zu Wied sein Dorf Engers,off dem Nenne gelegen ond uff dem Stade, da die Altdecke liget" in eine Stadt und gemauerte Beste umzuschaffen. Wie der bedeutende Ort durch eine unglück­liche Fehde 1372 an den Erzbischof Kuno von Trier verloren ging, ist (S. 182) erzählt.

Der Erzbischof ließ hier sog leich eine Beste erbauen, ließ sich auch von dem Grafen von Sann dessen angehörige Leute abtreten und nannte den Ort Kunen-Engers.

Kuno's Nachfolger, Werner von Falkenstein, residirte oft län­gere Zeit in der Burg Engers und brachte hiesige Besitzungen anderer Herren durch Kauf an sich- Auch den früher zu Capellen erhobenen Nheinzoll verlegte er hierher; weil aber die Anfahrt zu