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der verschiedensten Baumarten, zwischen welchen anmuthig die Wege hindurch führen und aufgestellte Tische und Bänke zur Ruhe einladen. Ein lieblicher Punkt ist der herrliche Lindenplatz, am Aufgauge des Berges ; einzelne Hütten, besonders die obere Moos­hütte, gewähren Schutz vor schlimmem Wetter; bei dieser Hütte genießt man auch die ausgedehnteste Aussicht. Das ganze Cob- lenz-Neuwieder Becken von Stolzenfcls bis Andernach, der Nand in seiner vollkommensten Ausdehuung, die Maifelder und die nächsten Eifeler Vulkane, unter welchen der Hochsimmer, der Forst und der Sulzbusch sich mächtig hervor heben, sogar der hohe Nermel (1760') zwischen Monreal und Kelberg, sind zu überschauen. Weithin breitet sich iu Süden und Südwesten der tzunsrück ans, im Vordergrunde der Kühkopf (1224'), die Fleckertshöhe an der Straße von Boppard nach Simmeru und der Spitzestem über St. Goar.

Wie ein glänzender Metallguß zieht der Rhein in mehrfachen Krümmniigen durch die weite Ebene und an seiuen Ufern strecken sich zahlreiche Dörfer hin oder verbergen sich in weiterer Entfer­nung in dem Schatten dunkler Obstbäume.

Einen höchst anmuthigen Kontrast mit der Ansicht auf das weite Gefilde bietet der Blick auf das zu unfern Füßen liegende Sann mit seinem prächtigen Schlosse und dem herrlichen Parke, auf die Burgruinen, auf die dampfenden Schlote der Saynerhütte Und auf das weit hinauf ziehende stille und liebliche Savnthal.

Wer aber kann hier weilen, ohne vor seinem Geiste die Jahr­tausende vorüber gehen zu lassen, die auf dieser Höhe bei dem Ueberblicke des weiten Thales zu unfern Füßen, zu uns reden? Wer gedenkt nicht bei dem Anblick jener mächtigen Kegel der Feuerströme, die sich einst über diese Gefilde ergossen? Wer mag hier nicht der Völkerströme, der Kelten, der Germanen, der Römer, der Franken U.A. gedenken, die dieses Thal überflutheten? Wem tritt nicht das Mittelalter mit den Fehden der kleinen Fürsten, wem nicht der dreißigjährigeKrieg und die Raubkriege Ludwigs XIV., wem treten nicht die Verheerungen der Neufranken in diesen herr­lichen Fluren lebendig vor die Seele? Und alle diese Ereignisse, verheerend und zerstörend, sind vorüber gegangen, die meisten der Völker, welche uns einst bedrängten und beraubten, sind wie Staub verweht: aber noch freuen wir, die Nachkommen jener einst so