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kölnischen Erzstiftes, legte er doch 1577 seine geistlichen Würden nieder, um das Aussterben seines Geschlechtes zu verhindern; er vermählte sich mit Anton ia Wilhelmine, Gräfin znr Mark und Arburg und zog sich nach seiner Burg Arenfels zurück; er starb init Hinterlassung zweier Söhne, Ealentin und Ernst, 1610 auf der Iseuburg. Mit Ernst, einem bedeutenden spanischen Ieldhcrrn, erlosch doch 1664 das Geschlecht, worauf der Graf Friedrich zn Wied, als eigentlicher Erbe, von Isenburg Besitz nahm, jedoch vielfach verkürzt durch das Erzstift Trier, welches die Herrschaften als verfallenes Mannlehen behandelte und die Aemter Grenzau uud Herschbach einzog.

Innerhalb der Befestigung der Burg befanden sich 4 Häuser, von Isenburg, Wied, Covern und Nunkel; das letztere hieß auch das Frauen Haus. Außerdem werde» uoch das Falkenhaus und das Schloßthal genannt. Das Pforte­haus mar, wie herkömmlich, den fämmtlichen Gemeinern der Burg eigen, die den Pförtner abwechselnd von Woche zu Woche unterhielten, und der jedesmal Abends derjenigen Herrschaft, die ihn beköstigte, den Pförtnerschlüssel zn überbringen hatte.In dem allgemeinen Wandel der Sitten, der Lebensart und Kriegführung, so in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sich vorbereitete, verloren die, mit keinem nutzbaren Eigenlhum verbundenen, nur mit Lasten beschwerten Vnrghäuser, für die bisherigen Eigenthümer allen Wcrth, sie wurden meist aufgegeben, in Isenburg namentlich, allwo die verlassene,! Sitze der regelmäßig die Burg bewohneudeu Isenbnrg-Salentinischen oder jüngeren Grenzauischen Linie anheim­fielen. Als diese Grenzau erhielt, gab sie dem dasigen bequemeren Schlosse den Vorzug und die Stammburg wurde nur mehr in seltenen Fällen als Wittwensitz benutzt."

Im Sommer 1633 wurden Isenburg und Altenwied von einem spanischen Armeecorpö unter den Befehlen des Mar­quis von Celada eingenommen, der eine Besatzung hinterließ und dann auf das linke Rheinufer zurückkehrte. Diese Besatzung wurde durch das im März 1634 neugeworbene Wittgensteinische Neginient zum Theil niedergemacht, zum Theil gefangen genommen und 300 Stück Vieh, die aus dm Grafschaften Wied und Sayn geraubt, wur­den ihren rechtmäßigen Eigenthümern zurückgegeben.

Im Jahre 1769 stand uoch der Theil eines Hauses, wahr-