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nastengeschlecht war, ist unbekannt, doch wird Gerlach, ein Graf des Niederlahngaues, 993—1008, als der Stammvater angesehen, von dessen Söhnen Gerlach Herr von Nomersdorf, Negin- bold Herr von Isenburg gewesen sein soll. Dieser Name findet sich wieder in „Nevboläu» <io I«enduroli" in der Stiftungsurkunde des Klosters Laach vou 1093.
Der Stamm Gerlachs von Nomersdorf scheint schon 1119 erlofchen zu sein: dagegen erfreute sich Neinbold I., der um 1052 vorkommt, einer blühenden Nachkommenschaft, aus der sich das zweite wiedische Grafengefchlecht, die Herren von Covern, von Arenfels, von Limburg, von Grenzau, so wie die Fürsten von Büdingen und Birstein entwickelten. Die Herren von Covern erloschen um 1302, die von Arenfels um 1372, die von Limburg 1400, Isenburg-Wied 1462 und Isenbnrg-Grenzau 1664, Büdingen und Ofsenbach -Virstein blühe» noch.
Merkwürdig ist in dem isenburgischen Herrenhaufe die häufige Wiederkehr des Namens Sal entin, den der Antiqnarins dem großen Einfluß des Sultans Saladin auf die Kreuzfahrer zufchreibt. Es kommt aber fchon im Jahre 1182 dieser Name vor und ist der vermeintliche heidnische Name sogar mit Salentin (VII. von Isenburg, 156? — 1577), auf dcu erzbifchoflichen Stuhl von Köln gekommen. Bedeutende Männer, besonders Kirchenfürsten, sind aus dem isenburgischen Geschlecht hervorgegangen. Zuerst finden wir Arnold, Erzbischof von Trier, 1242—1250, Bruder Bruno's. des Erbauers von Braunsberg. Trier, Cobleuz, Mttnster- Mayfeld, Hartenfels, Welschbillig hat er befestigt, Stolzenfels erbant, Thuron 1248 zerstört und unablässig für die Macht und Stärke des Erzbisthums erfolgreich Sorge getragen. Diether von Ifenburg-Büdingen gelangte aber nach langen und blutigen Kämpfen 1459 als Grzbifchuf von Mainz, erst 1475 zum Besitz! er starb 1482.
Iohaun (V.) vonIsenburg - Grenzau, war Erzbischof von Trier, 1547 — 1555; von der größten Sorgfalt für das Wohl des Erzbisthums beseelt, mar seine Negiernng durch vielfache kriegerische Ereignisse, sowie durch lange schwere Krankheit getrübt. Salentin (VII.) von Isenburg-Grenzau, Erzbischof von Köln, 1567—1577, FürMschof von Paderborn, „ein grohmüthi- ger, sanfter, ehrwürdiger Herr". Ein fehr bedeutender Regent des
