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Monrevos, dem freundlichen Neuwied gegenüber, und dem ruhig fluchenden Rheine, von zahlreichen Fahrzeugen belebt, und dahinter die mannichfachen Formen der vulkanischen Kegel: bildet ein herr­liches lebenvolles Bild!

Ganz besonders interessant ist dieser Punkt nun auch uoch durch die bedeutende Fabrikation der aus Bimsstein zusammen gesetzteu leichten Sand- oder Schwemmsteine, die hier im Großen zuerst der thätige Nestaurateur des Bahnhofes, Hr. Hommer, betrieb. Die Bimssteinüberschüttung hat hier eine Mächtigkeit von 18 Fuß erreicht, die nur von ein bis zwei Fnß Dammcrde bedeckt ist. Die Bimssteine von zwei bis zehn Millometcr im Durchmesser werden iu einen Kalkbrei verbunden und in der Größe von Zie­gelsteinen und sonstigen verschiedenen Formen geformt und das Tausend durchschnittlich zu Thlr. 6 in Handel gebracht. Sie die­nen ganz besonders zum Ausfüllen des Fachwerkes bei Hausbauten, vertreten aber auch ganz gut die Stelle der Ziegelsteine und können daher auch zum alleinigen Baumaterial verwendet werden. Sie sind aber auch zu Ofenröhren, namentlich zu Gewölben, fehr brauch­bar und werden bei Kirchenbauten jetzt fast ausschließlich verwendet. Ini Kleinen ist diese Fabrikation schon seit länger als fünfund­zwanzig Iahreu au verschiedenen Orten, besonders zu Urmitz, be­trieben worden; in neuerer Zeit sind jedoch, neben dem genannten, noch mehrere größere Geschäfte entstanden. Da sie nur ein Drittel des Gewichtes der Ziegelsteine bei gleicher Festigkeit haben, so empfiehlt sich dieses Material ganz besonders.

Höchst wahrscheinlich steht der Verwendung dieses merkwürdi­gen Geschenkes unserer Vulkane, das in so ungeheurer Menge vorhanden, noch eine große Zukunft bevor. Alle zerstreuten Ge- bciulichkeiten gehören der Gemeinde

Weißcnthulm an, einem Dorfe, das nach dem großen viereckigen Thnrme an feinem Nordende, der weit über die Thalfohle hinaus schaut, den Namen erhalten. Ein alter Bericht erzählt darüber:Erzbischoff Cuno von Falckenstein lmuete, nebst dem Cnnen-Engers auch diesen Thurm, uud sperrte die Straß mit einem dabei aufgeworfenen Graben, worüber eine Vrnck den Reifenden den Durchzug gab. Anfangs stund bey dem Thurm und Graben nur ein Haus für die Thnrmwächter, dahere scheint es heißt das Ort am Thurm,