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»hei- Thal bis gegen Vassenheim hin, erstreckten sich freundliche Anlagen,
das zum Theil nach dein französischen Geschmack der damalige» Zeit,
be- Dnrch die französische Invasion wurde Alles vernichtet.
u»d Mülheim, bedeutend größer als Kärlich (im Jahr 1784
Nei- in 89 Häusern 9? Bürger, zählt jetzt 1548 Seelen, gehörte doch
die stets in einen Gemeüideverband mit Kärlich nnd ist auch kirchlich
eine Filiale desselben. Beide Orte stoßen jetzt zusammen. Ein vortrefflicher plastischer Thon wird in der Nähe reichlich gewonnen und besonders nach Westfalen ausgeführt.
Unmittelbar hinter Mülheim steigt der Bergrand, als Mülheimer Berg, zu c. 250' Höhe und auf dem Plateau erhebt sich die neue Rübenacher Kirche, ein Prachtbau, nach allen Seiten in das Nheinthal schauend. Der Vau dieser Kirche wurde am 19. März 1862 begonnen und am 10. August 1865 vollendet und zwar mit einem Kostenbetrage von 41,000 Thalern; die innere Einrichtung erforderte an 20,000 Thaler. So hat aber der freundliche Ort eine der prächtigsten Kirchen in der weiten Umgegend. Der Plan wurde von dem Dombaumeister St atz in Köln entworfen, der Vau von dem Baumeister Nebel und dem Maurermeister Burg in Coblenz ausgeführt. Etwas abwärts liegt die kleine alte Kirche, die nach der Bestimmung der Behörden nicht abgerissen wnrde, was einem großen Theile der Einwohner nicht nach Wunsch war, da sie fürchteten, sie würde zu einer evangelischen Kirche benutzt werden. Es machten sich daher eine Anzahl erhitzter Köpfe selbst an das Werk uud fingen natürlich, da das am nächsten lag, mit deni Einreißen von unten an! Nur der schleunigst eingetretenen Einwirkung des Bürgermeisters und der alsbald berufenen militärischen Einschreitung gelang es, die weitere Arbeit und das Zusammenstürzen der Kirche über den Häuptern der eifrigen Arbeiter zu verhindern. Es ist dies der bekannte Rübenacher Kirchensturm von 1867.
Nübenach,
das bedeutende Dorf mit 1600 Einwohuern, zieht sich von der Kirche an (die alte Kirche liegt 503' über dem Meere) in einer sanften Abdachung nach Osten hinab; von Coblenz eine starke Stunde entfernt. Die Coblenz-Lütticher Straße geht eine Viertelstunde weit hindurch.
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