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schönen Bogen von einer Stunde Durchmesser bis zum Nubenhei- mer Berge, wo sie wieder, wie ein Vorgebirge, weit in das Coblenz - Neuwiedcr Becken eintritt. Am Fuße jener c. 200' be­tragenden Höhe lagern die ansehnlichen Dörfer Kettig, Kärlich und Mülheim, von ausgedehnten Obstbaumpflanzungen umgeben. Rei­chen Ertrag lohnt der Anbau der Feldfrüchte in der Ebene, die fast eine halbe Stunde lang bis zum Rheine sich ausdehnt.

Kettig, ein Kirchdorf mit 1051 Einwohnern, hatte einst ein Nittergeschlecht, das zuerst im Jahre 1189 erscheint und erst um das Jahr 1600 erlosch. Die Burg stand noch bis Anfang dieses Jahrhunderts neben der Kirche. Das Dorf selbst gehörte zu den Besitzungen der Herren von Isenburg, kam aber nach und nach und zwar schon vor 1409 an Kurtrier. Der Graf von Vassenheim nnd andere Adelgcschlechtcr, die Abtei Himmeroth, hatten hier Vesitzthümer oder Zehntberechtiguug.

Kärlich,sicherlich eine der ältesten Ansiedelungen des Landes, wird, gleichwie Kirn nnd Kern, den Namen entlehnen von dem über dem Grabe eines verschollenen Helden errichteten Kairn oder Steinhaufen." Im Jahre 1277 erscheint Kärlich znm ersten Male in einer Urlnnde, laut welcher Friedrich von Covern am 8. November dem Erzbischof Heinrich von Trier seinen Hof zu Kärlich für 1380 Mark Pfennige zum Pfand gibt. Im Jahre 1346 wird Kärlich von Kaiser Karl IV. unter den trierischen Ortschaften aufgezählt. Die Vogtei über Kärlich besaß das Nittergeschlecht derer von dem Vurgthor zu Coblenz; dnrch die letzte Tochter dieses Geschlechts kam sie 1554 an die von Elz. Die Ortsvogtei, anch über Mülheim sich erstreckend, war zu Anfang des 16. Jahr­hunderts getheilt: Die eine Hälfte empfingen die von Helfenstein von dem Erzstift Trier, die andere Hälfte besaßen die von Elz zn Lehen von der Grafschaft Sann. 1653 ging durch Kauf die Vog­tei ganz an die von Elz über.

Kärlich enthielt im Jahre 1784 in 70 Hänfern 74 Bürger mit 414 Menschen, 186? aber 1034 Einwohner.

Bei Kärlich erbaute der trierische Kurfürst Karl Kaspar von der Leyen ein prächtiges Schloß, das auch von den folgenden Kurfürsten, bis auf Clemens Wenceslans, der von hier ans feine erste Emigration antrat, erweitert und verschönert wurde. Der Garten umfaßte 62 Morgen. Auch in das anmuthige Mülheimer