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rothen Fingerhut (Digitalis purpursa) in allen Wäldern der rechten Nheinseite, seltener den blaßgelbcn F. (I). nmlii^na). Auch das bittere Gottesgnaden kraut ((^ratialu, olitoinaüs) ist nur selten an sumpfigen Ufern zu finden (bei Nmnedy). In zahlreichen Arten und Vastardformen ist die Wollblume oder Königskerze (VLrdascum) durch die legend verbreitet, oft über Mnnncshöhe erreichend; der Braunwurz s8erupkularia noänsa) mit seinen grünlichen Kugcl-Blüthen findet sich häufig an Ufern, allenthalben die blaublühenden Arten des Ehrenpreis (Vsrum«n,) und die des Leinkrauts (I^uarm). Von letzterer Gattung begleitet das gelbblühende gemeine L. (^. vul^ari^) im August allenthalben die Wege, während das ephe «blätterige L. (1^. (^mdalaria,) mit seinen violetten Blüthchcu und gelappten Blätter die Mauern des Rhcinufcrs bei Lcutesdorf und am Friedrichstcin schmückt, zugleich ein beliebtes Hangegewächs unserer Stuben.
Auf den Wiesen trifft man häufig den zierlichen Augentrost (Nupnrasin, nfttoinaU»), das Sumpfläusekraut (I'eäioulari» paw8tri») mit den flcischrothen Lippenblumen, den Klappertopf in 3 Arten (lininantnu« ru^'or, HleLtorolo^nn» und minor), mit aufgeblasenen Kelchen; auf Waldwiesen den Wiesen-Wachtelweizen (Uolaiup^ruin praten»e) gemein, kenntlich an den kurzen, gelben, einseitswendigen Vlüthenähren.
Erwähnung verdienen die hier und da erscheinenden Arten der Sommerwurz (OrubancnL), deren schmutziggclbe, blutlosen Schäfte auf anderen Gewächsen schmarotzen und gelbliche oder fleischrothe seltener bläuliche Aehren tragen.
Die Lipptublüthlll,
Diese Familie umfaßt zahlreiche aromatische Gewächse, die ihre grüßte Entfaltung im südlichen Europa finden. Vor allen ist die Minze (M^nUia,) stark duftend, deren zahlreiche Arten an Bächen und feuchten Orten vielfach angetroffen »Verden. (Das Landvolk nennt sie Balsamkraut.) Hervorzuheben sind: die rundblätterige M. (N. rotunclifolm), wilde M. (N. a<irmt,ioa), Acker-M. (M. arvonsig). (Die Pfefferminze findet sich bei uns nicht wild.) An ähnlichen Stellen wächst der Wolfsfuß (I^eoMs mn-opaeu»). Die blaue Wiescnsalbei (8n,lvilr r^toiizi») ist eine der gemeinsten Wiesenpflanzcn, luährend die officielle Salbei nur in Gär-
