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Illumination der Häuser und ein großartiger Fackelzug bekun­deten die Anhänglichkeit der Bürgerschaft an das angestammte Fürstenhaus.

Durch diese Heirat ist das Wiedsche Haus in nahe ver- wandschaftliche Beziehungen getreten 1) zum Preußischen Herrscher­hause. Kaiser Wilhelm !. war der Mutter-Bruder der Fürstin, wie auch weiland König Friedrich Wilhelm IV. von Preuße» und die Prinzen Karl und Allirecht von Preußen. 2) zum Russischen Hose, indem die Czarin Charlotte, Gemahlin Alex­anders I., Mutler-Schwester war. 3) zum Großherzoglich-Mecklen- lnirg-Schwerin'schcu Hause, weil die erst jüngst verstorbene Groß- hcrzogiu Mutter Alexandrine gleichfalls Mntterschwester der Fürstin war.

Oleich nahe Verwnndschaftsoerhältnisse bestehen zwischen dem Wiedschen Fürstenhause und der Holländischen, Schwedischen und Dänischen Herrscherfamilie. Der verstorbene König Wilhelm !I. v. Holland war Vatcrbrndcr, die Kronprinzessin von Dänemark ist Schwester der Fürstin. Der Großherzog Adolf von Luxem­burg ist Bruder und die Königin von Schweden Schwester der Fürstin-Mutter Maria zu Wied, geb. Prinzessin zu Nassau,

Erhebend und feierlich, von reinem Patriotismus getragen, gestaltete sich der Empfang, welchen die Stadt Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm I,, dem Helden im Silberhaar, bereitete, als er am 4. August 1871 zum Besuche der Fürstlichen Familie hier Verweilte.

Im Jahre 1872 am 27. Juni ward der Erbprinz Fritz geboren und am 18. Juli getauft, bei welcher Gelegenheit aber­mals Kaiser Wilhelm zugegen war, wiederum von der freudig erregten Einwohnerschaft mit Hellem Jubel empfangen. Die Stadtverordneten-Versammlung sprach in einer Adresse dem Fürsten ihre Glückwünsche ans.

Das Jahr 1874 brachte dem Fürstlichen Hause das frohe Ereignis der Geburt des zweite» Prinzen, Will», am 26. März, zu dessen Taufe am l. Juli Ihre Majestäten Kaiser Wilhelm mit seiner Gemahlin, der Kaiserin Augusta, sich «ingesunden hatten, um Pathenstelle bei dem Kinde zu vertrete». Zu ihrer Begrüßung hatten sich die Behörden, die verschiedenen Vereine