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der Gesandten ging aber erfolglos vorüber, weil sich herausstellte, daß Keiner derselben so viele geographische Kenntnih von den Landern des Kaiserreichs besaß, um die Theilung ausführen und die Gränzen der zu theilenden Reiche bezeichnen zu können. In Fnl^e dieses negativen Resultates trat die Fortdauer des Krieges ein, welcher in der Schlacht von Fontenay 841 die Blüthe des fra ckischen Adels vernichtete.

Da kam endlich 843 der Vertrag von Verdnn zu Stande, in welchem Lothar, der älteste Sohn Ludwigs des Frommen, dessen eifrigster Verfolger, die Kaiserwürde, Italien und einen langen Landstrich links des Rheines von der Schweiz bis zur Nordsee, Lotharingen, mit der Hauptstadt Aachen, erhielt; der zweite Bruder, LudwigderDeutfche, bekam zu seinem Antheil alle Lander rechts des Rheines und die drei linksrheinischen Städte Mainz, Worms und Speyer, ihrer Weinproduction wegen, und Karl der Kahle, der jüngste Bruder, erhielt das westliche Land, das nun den Namen Frankreich bekam.

Es kommt nun auch erst der Name Deutschland vor, weil die altgermanischen Völker bei ihrer alten Sprache, ihren alten Sitten und Gebräuchen, äiutiskÄ, blieben, während die westlichen Fran­ken sich mit den romanischen Elementen mischten und welsch sprachen.

Lothars Reich dauerte uicht lange; schon 873 erlosch es mit seinen Söhmn und Karl der Kahle mutzte am 25. Dec. 875 durch deu Pabst Johann VIII. die Kaiserkrönung in Rom zu er­halten. Als nun im Jahre 876 auch Ludwig der Deutsche starb, der Lotharingen gleich nach dem Tode seiner Neffen in Besitz ge­nommen, aber vertragsmäßig Theile desselben Karlen über­lassen hatte, und seine Länder seinem Sohne Ludwig III. (dem Jüngern) vererbte, da glaubte Karl der Kahle die Zeit gekommen, sich des ganzen linken Rheinufers, der hinterlassenen Länder seines Bruders Lothar, sich versichern zu können. Schnell nahm er Aachen in Besitz, dann nach wenigen Tagen auch Köln und nahm gar nicht Rücksicht darauf, daß die Normannen mittlerweile in seine Lande eingefallen waren. Ludwig III. war gerade zu Lorsch mit der Beisetzung der Leiche seines Vaters beschäftigt, als er die Nachricht von dem Einfalle seines Oheims vernahm, der die ersten Nheingelüste unserer westlichen Nachbarn verwirklichen wollte. Aber rasch sammelte Ludwig ein Heer, nachdem seine Gesandtschaft an