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Erbtheil in Frieden genießen, ohne die Rechte Anderer sich an< zumaßen, sie ihnen zu entziehen oder sie umzustoßen; in einem solchen Manne dürfte nicht die Sucht nach eitelm Nuhme. nicht hochmüthige Ueberhebung, nicht die Gier nach dem Besitze fremden Gutes herrschen, sondern Gerechtigkeit, Liebe und Eintracht, und der tiefste Frieden sollte zwischen ihm und seinen Neffen obwalten. Karl aber verachtete alle diese Anmahnungen und versicherte, er habe mit seinem Bruder uud uicht mit seinem Neffen einen Vertrag geschlossen. Inzwischen zieht Ludwig aus Sachsen, Thüringen und Ostfranken ein Heer zusammen, und damit man an dem Sohne nicht allein die vaterländischen Züge, sondern noch mehr dessen Scharfsinn uud erftnderifchen Geist erkennen sollte, schlägt er sein Lager in der Gegend von Köln, dem Lager Karls gegenüber, am Ufer des Flusses unter großen Zurüstungen auf, er selbst aber setzt mit der ganzen Mannschaft des Heeres zwischen Coolen z und Andernach über den Rhein. Und es fehlte nicht an Leuten, die es zu den Ohren Karls brachten, daß sein Neffe mit allen Truppen über den Rhein gesetzt sei. Da erst merkte Karl, daß er durch das Lager Ludwigs getäuscht worden war. Er brach also ohne Vorzug mit dem Heere auf und rückt mit 50,000 und mehr Mann, wie man erzählt, in dem Maiengau, nicht weit von der Feste Andernach, wider ihn zur Schlacht aus; aber der König wird uicht errettet durch seine große Zahl, denn trügerisch ist das Roß zum Heil. Nachdem nämlich der Kampf begonnen hatte, wird der Graf Regln ar, der das königliche Banner trug, bei dem ersten Angriff getödtet; die dichtesten Reihen werden von Ludwigs Gefährten durchbrochen, und wie das in's Etroh geworfene Feuer wüthet und in einem Augenblick alles verschlingt, so zermalmen sie die Kraft der Gegner mit dem Schwerte und strecken sie zur Erde nieder. Das Heer Karls wendet schwer geschlagen den Rücken und Ludwig gehörte der Sieg. Als Karl die Seinigen fliehen sah, rettete er auch selbst sein Leben durch die Flucht, indem er zu spät erwog, wie große Gefahren es mit sich bringe, die Rechte der Billigkeit, die durch die Einsetzung der göttlichen und menschlichen Gesetze bekräftigt sind, von ungezügelter Habgier getrieben, verletzen zu wollen. Diese Niederlage fand aber am 8. October statt."
Zuletzt wollen wir nun den deutschen Berichterstatter, den
