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in derselben Gegend °"), und sveciell in der Pellenz ereignet hat, sei hier nur beiläufig erwähnt.

- Diese Pellenz, den ganzen nordwestlichen Theil unseres Beckens einnehmend, früher ein Besitzthum der alten rheinischen Pfalzgrafen, dann der Grafen von Virnenburg, und endlich des Erzbisthums Trier ist historisch zu interessant, als sie hier über­gehen zu können.

Die große oder vordere Pellenz auf dem linken Ufer der Nette, gleich unterhalb Mayen anhebend, erstreckt sich, immer auf demselben Ufer, bis zu einer Wegstunde vor Andernach, wo, nach der jüngsten Vegränzung, zwischen Plaidt und Miesenheim, die Pellenz von dem Gebiete des ehemaligen Königshofcs, nachmaligen churkölnischen Amtes Andernach sich schied. Von Plaidt wendet diese Grenze sich nach Nordwesten, so daß die Dörfer Eich und Wassenach, dieses im Norden des Laacher See's, der Pellenz an­gehören. Dann bildet für eine Strecke der See felbst die Grunze, die endlich über Bell, Ettringen und Hausen der Nette wiederum sich zuwendet. Der in solcher Weise begränzte Landstrich enthält vierzehn Dörfer, Bell, Betzing, Eich, Ettringen, Hauseu, Cottenheim, Kretz, Nicder-Mendig, Nickenich, Plaidt, Thür, Trimbs, Wassenach und Welling, dann die Enkla­ven Ober-Mendig (1336 von dem Grafen Johann von Suonheim an den Ritter Paul von Eich verkauft) und Kruft (der Abtei Laach zugehörig). Die vierzehn Dörfer machten ein Gemeinwesen aus, das sein Gerichtshaus zu Frauenkircheu hatte, neben dem Kirchlein, in welchem der Sage nach, die Asche der Pfalzgräsin Genofeua und ihres Gemahls beigefetzt waren. In diesem Kirch­lein wurde, so lang es eine Pellenz gab, bis zu der franzö­sischen Organisation, alljährlich im August die Kirmeß der vier­zehn Brüder oder der dabei versammelten Heimburger der Pellenz gefeiert. Unter trierischer Herrschaft war die Pellenz dem Amte

*) Die LegendeHiswriul» clo oxoräio eapollao« Frauenkirchen beginnt ihre Erzählung in folgender Weise-Zu Zeiten Hildolfi, des sel. Erzbischoss u°u Trier, welcher zu Offtendinck in der Pfalz rcsidirte, wurde eine Passage gegen die Heiden unternommen. Damals lebte in der Pfalz zu Trier der hochedle allerchristlichste Pfalzgraf Syfrid, der zu Weibe genommen hatte Genofeua, die Tochter des aus königlichem Geblüte entsprossenen Herzogs von Nrabant." Erzbischof Hildolf regierte m der Mitte des 7. Jahrhunderts.