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Mayen zugetheilt, doch übte neben dem Amt der Amtskellner eine cnncurrente Gerichtsbarkeit, indem besagter Kellner zugleich das Amt eines Gewaltsboten in der Pellenz bekleidete, auch für solches einen eigenen Gerichtsschreiber neben sich hatte."Ursprünglich ist diese Pellenz einerlei gewesen mit dem Gebiet der über das östliche Ufer des Laacher See's sich erhebenden Burg Laach, von welcher Heinrich II., gewissermaßen der letzte der Pfalzgrafen von Aachen und der erste Stifter der Abtei Laach, seinen Beinamenäo I^eu« entlehnte. Karls des Großen Pfalz zu Aachen ist in Be­tracht des Heros, dem sie ein Lieblingssitz gewesen, Ost- und West- slanlen in dem gleichen Maaße ein Gegenstand der Verehrung gewesen, und wie lebhaft auch die beiden Abtheilnngen des Volkes um deren Besitz stritten, die, durch den großen Karl für das Kö­nigshaus zu Aachen und das dauon abhängende königliche Patri­monium, beliebte Einrichtung bestand, unverletzt unter dein fort­währenden Wechfel der Herrschaft. Zu einer politischen Wichtig­st gelangten die Pfalz- oder Burggrafen, welche diesem Patri­monium vorstanden, zn den Zeiten der definitiven Trennung von Ost- und Westfranken, als das linke Nheinufer, einst der Kern des Reichs, der östlichen Hälfte eine Grenzvrouinz geworden und hier­mit in feiner bisherigen Wichtigkeit wesentliche Verkürzung erlitt, dergleichen Umwandlung macht aber nicht nur auf die Individuen, ne macht auch auf die Institutionen ihren Einfluß geltend, und "ls dem linken Nheinufer nicht länger die Krone des fränkischen Reiches eigen, hörte die Pfalz Aachen auf, diefer Krone kostbarster ^elftem zu sein. Mit ihrer abnehmenden Wichtigkeit ^ stieg in dem von meist abwesenden Königen vernachlässigten Krongut die Dichtigkeit der Statthalter oder Pfalzgrafen."

Der erste durch Urkunden nachgewiesene Pfalzgraf heißt Hermann, Graf in mehreren Gauen Nipuariens; er er­scheint zuerst 945 unter Kaiser Otto I. Aus welchem Geschlechte " war, ist nicht zu ermitteln. SeinSohn Ehren fr ied oder Ezo, ein ausgezeichueter Fürst, der Gemahl der Mathilde, Schwester Kaiser ^tto's III. und Nathgeber der Kaiserin Theophania, der Wittwe ^tto's II., verwaltete dieses Amt bis 1034. Seine drei Söhne, s° wie mehrere seiner Töchter sind sehr mit der Geschichte des Nheinlondes verflochten. Auch Ezo's jüngerer Bruder, Hezelin, "ennt sich Pfalzgraf und dessen Sohn Heinrich erhielt auch diese