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Würde, nachdem Pfalzgraf Otto, Ezo's zweiter Sohn, Herzog von Baiern geworden war. Heinrich ist jener unglückliche Fürst, der am 4. Mai 1061 auf seiner Burg Cochem in einem wiederge­kehrten Wahnsinnsanfalle seine trene Gemahlin Mathilde erschlug und dann bis zu seinem Tode in der Abtei Echternach eingesperrt blieb. Der Sohn dieses bedcmernswerthen Fürsten ist Pfalzgraf Heinrich II. von La ach, der seinen Sitz auf seiner Burg am östlichen Ufer des Sees hatte, kräftig für feinen verfolgten Kaiser Heinrich IV. kämpfte, im Jahre 1093 mit feiner Gemahlin Adel­heid die Abtei Laach stiftete und fchon am 12. April «095 kinder­los starb. In dem Pfalzgrafenamte folgte ihm jedoch fein Stief­sohn Siegfried von Ballenstädt, der zweite Begründer der Abtei Laach 1112, welcher in Sachsen im Aufruhr gegen den K. Heinrich V. siel. Obgleich der Kaifer nun einem Fremden die Pfalzgrafenwürde ertheilte, so finden sich doch später Siegfrieds Söhne, Wilhelm und Siegfried, im Besitz diefes Amtes. Da diefe Grafen frühzeitig und kinderlos starben, so kam durch kaiser­liche Begabung das Pfalzgrafenamt an andere Familien, zuerst an Herzog Heinrich von Österreich, dann an den Grafen Hermann von Stahleck, der als Landfriedensbrecher zur Strafe des Hundc- tragens verurtheilt wurde und in Schmerz und Neue vor 1153 in der Abtei Eberach starb.

Nun ertheilte K. Friedrich Barbarossa Stahleck, die Pfalz- grafschnft und viele andere Besitzungen 1156 seinem Stiefbruder Konrad von Staufen, dessen schöne Tochter Agnes sich, unter dem Schutze der Mutter, mit Heinrich von Vraunschweig, dem Sohne Heinrichs des Löwen, vermählte, eine Handlung, die ganz gegen des Vaters Willen ausgeführt, doch zuletzt dessen Genehmigung erhielt, so daß durch die Liebe zwei Partheien sich vereinigten, die so lange in schrecklichem Haß getrennt waren die Welsen und die Gibellinen.

Heinrich wurde Pfalzgraf und Herzog von Braunschweig und sein Bruder Otto (IV.) Gegenkaiser Philipps von Schwaben. Er starb 1227, zwei Töchter hinterlassend, von welchen die ältere, Agnes, schon 1213 mit Otto dem Erlauchten, dem Sohne Herzogs Ludwig von Naiern verlobt wurde, dem Kaiser Friedrich II. die Psalzgrafenwürde ertheilt hatte. So brachte diese Welfentochter alle Besitzungen des pfalzgräflichen Haufes an das Haus Mittels-