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bach, das sich nun in diesem Zweige am Oberrhein festsetzte und Heidelberg zu seinem Sitze erkor. So erwuchs im Laufe der Zeit der bedeutende deutsche Staat der rheinischen Pfalzgrafen, der Chnrfürsten von der Pfalz, der sich im Nheinlande so mannichfach verzweigte.

Als aber die Pfalzgrafen am Oberrhein eine ausgedehnte Herrfchaft begründete», verloren für sie die zerstreuten abgelegeneu Gebiete, die von wegen ihrer vormaligen Abhängigkeit von der Pfalz zu Aachen den Namen Pellenz behielten, ihre Wichtigkeit, und haben sie das dem Erzstift Trier lehenrührige Territorium zu Afterlehen, zuletzt an die Grafen von Virneburg ausgethan. Die Grafen erlangten damit nicht viel mehr als die gräfliche Gerichtsbarkeit und einzelne Höfe, denn der größte Theil des Grundeigenthums und der grundherrlichen Gerichtsbarkeiten war bereits an Klöster und adlige Familien übergegangen. Der fort­gehende Verfall ihrer Finanzen nüthigte die Grafen von Virne­burg, die Hälfte der Pellenz an Trier zu verkaufen, dann mit den Gemeinden der Pellenz einen Vertrag einzugehen, worin diese ulle Schulden des gräflichen Hauses und zugleich dessen Grund- ngenthum übernahmen. Die Güter wurden auf Netreiben der Gemeinden verkauft, als welche sich hierdurch die für die Befrie« "lgung der Gläubiger erforderlichen Summen verschafften. 1545 bewilligte Churfürst Friedrich II. von der Pfalz, daß nach Kuno's, des letzten Grafen von Virneburg Abgang, die große und vordere, und die kleine oder Hintere Pcllenz*) an Trier fallen mögen, gegen Erlegnng von 12,000 Goldgulden für die Hoheits- und Lehensgerechtigkeit und von 10,000 Goldgulden für die jährlichen Renten. Graf Kuno starb 1550 und Trier mußte, um die in dem Vertrage von 1545 erworbenen Vortheile zu behaupten, den sUpulirten 22,000 noch weitere 9000 Goldgulden hinzufügen. Seitdem ist Trier, obgleich vielfältig von Churvfalz wegen des '"cht erbrachten agnatischen Conseuses angefochten, in dein Besitze °« Pellenz geblieben, hat auch derselben den von Alters herge­brachten Genuß ihrer Verfassung und Freiheit bis zur französischen Invasion bewahrt.**)

H D< lag südwestlich von Mayen nach der höheren Eise! hin. i» «. ^ I- d>e eingehende Vearbeitung ülier die Geschichte der PfalMasen Ug°°''^trambergs rheinischen AntiquariuZ, dritte Adch.. 2. Band, S.