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I- D. Später, wurden auf die ueue Festung Montro,)al bei Traben geschleppt und schmachteten dort als Geißel zwei und zwanzig Monate in elender Gefangenschaft, bis sie gegen 250N Thaler Lösegeld freigelassen wurden. Graf Friedrich gab ihnen ein Eollectcupatent zur Vergütung. Zwei Jahre nachher, am ü. December 1096, verübten die Franzosen wieder neue Gewaltthä- ligkeiten. In demselben Jahre verweilten auch zwei baierifche Dragonerregimenter in Neuwied und den nahen Dörfer».
Friedrichs Residenz hatte durch den Brand fo sehr gelitten, daß er seitdem in einem Priuathause der Stadt wohnte; außerhalb der Stadt war sein Aufenthalt in den letzten Jahren Braunsberg gewesen. Ueberhaupt liebte der Graf die Abwechselung seines Aufenthaltes sehr; er residirte bald auf Braunsberg, oder zu Seeburg auf den Höfen Fisch Hausen und Schönerlen, bald in dem Friedrichsthale, oder auf Friedrichstein, ten zu Neuwie d. Hier starb er auch am 3. Mai ersten Hälfte seines achtzigsten Lebensjahres und wurde am 21. Iuui in der reformirten Kirche beigesetzt.
Der Graf Friedrich hat trotz der ungünstigsten Zeitverhält- 'usse „dem ferneren Bestehen seines Landes vorgearbeitet, gegen Beeinträchtigungen unermüoet gekämpft, für feine von anhen her bedrängten Unterthmien sich immer nachdrücklich verwendet, gemeinnützige Anstalten befördert und hergestellt, den Bergbau neu ^'öffnet, Eisenhütten gegründet, der Grafschaft in der Anlegung ber Stadt Neuwied eine wichtige Stätte des Verkehrs, des Erwerbs und der Hülfe, und unserem Nheinthale eine Zierde gegeben, und für viele schätzbare Familien verschiedener Neligions- übungen sich auch über den unduldsamen Geist seiner Zeit erhobt: dafür gebührt ihm die Bewunderung und der Dank der Nachwelt."
Neuwied, die junge Schöpfung des Grafen Friedrich, zählte bei dessen Tode 170 bis 180 Häuser.
Es folgte ihm fein jüngster Sohn Friedrich Wilhelm, 1684 geboren, unter der Vormundschaft des Generalfeldmarschalls Grafen von der Lippe.
Vald nach dein Tode ihres Gründers traf die Stadt und das wiedifche Land neues Unheil durch den Ausbruch des spanische» Erbfolgekrieges, der von 1701 bis 1714 wüthete. Da das
