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so enge gesteckt gewesen wären. Eine kurze aber warme Schilde­rung seines Wirkens findet sich in folgenden wenigen aber beredten Worten aus einer früheren Zeit:Ihre jetzige Ausdehnung hat meist die Stadt Neuwied unter seiner ruhmreichen Regierung gewonnen. Fabrikanten und Künstler suchte er aus fernen Gegenden heranzuzie­hen. Fremde wurden ohne Unterschied des Vaterlandes oder der Eonfession ermuntert, sich hier anzusiedeln, und es entstand ans den verschiedenartigsten Elementen eine indnstriöse Bevölkerung, welche die junge Stadt zu nicht unbedeutendem Wohlstand erhob. Was man von der Stadt Neuwied gerühmt hat und was sie noch, nach l«nger zerstörender Zeit Gutes uud Einladendes enthält, das ist Alexanders Werk."

Bald nach seinen, Negiernngsantritte bemerkte man das We­hen eines nenen Geistes. Lutheraner und Katholiken erhielten, wenn auch noch immer die reformirte Kirche die begünstigte blieb, größere Freiheiten und Gerechtsame und 1739 wnrden Inspirirte und 1750 Herrnhnter aufgenommen. Die Güte und Freundlichkeit, mit welcher der Graf Fremde von Auszeichnung empfing und be­handelte, führte viele hochgebildete Männer, aber auch manche Abenteurer hierher.

Zahlreiche Häuser erstanden. Die Brüdergemeinde hatte jähr­lich ein neues Haus zu erbauen und der Graf errichtete im west­lichsten Theile der Stadt' die aus vielen kleinen Häusern bestehende Husarenkaserne; außerdem ließ er viele andere Häuser bauen und durch eine Lotterie verloosen. Auf der Ostseite der Stadt entstand °iu ganz nencr Stadttheil, den man vor Nenwied nannte und der durch den breiten Luisenplatz von dem Haupttheile getrennt "«. Nuch das Schloß ließ er durch mehrere Gebäude erweitern, "achte Nodhausen zu einem freudlichcn Aufenthaltsorte und gründete Monrepos.

Was Friedrich Alexander für das kirchliche Leben der Stadt bewirkte, die zahlreichen, zum Theil großartigen industriellen Unternehmungen, dnrch welche er die junge Stadt belebte, das werden wir in den betreffenden Stellen näher betrachten, so wie wir in seinem Lebensabrisse später mittheilen werden, was er als Regent seines Landes und als Diplomat war.

Im Jahre 1743 errichtete der Graf eine fliegende Brücke zur leichteren Verbindung mit dem linken Nheinufer, unter dem