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Trauben der Champagne erzeugten das heftigste Wüthen der Ruhr m Heere und die Kanonade von Valmy inachte jedem weitereu Vordringen ein Ende. Schleunig erfolgte der Rückzug uud schreck­lich getäuscht verließe» die Emigranten ihr Vaterland, die da ge­hofft hatten, sie dürften sich uur zeigen, um der Revolution ein Ende zu machen. Auch die österreichische Armee mußte aus de» Niederlanden ihre» Rückzug antreten.

In Neuwied erscholl bald neues militärisches Getümmel: das Kürassier-Regiment Sachsen-Weimar bezog hier seine Winter­quartiere uud der Freund und Gönner Göthe's, der Herzog Carl August vou Weimar, so wie der Ge»crallieute»a»t Graf vo» Lottum residirten in Neuwied. (Göthe befand sich jedoch damals nicht bei dein Herzog). Emigranten erschienen auch wieder i» Neuwied. General Thouvenot, der Chef des Generalstabs der Armee uo» Dumouriez und sei» Bruder ließen sich hier nieder und errichteten eine Tapetenfabrik; auch der Commaudeur des Condü'schen Emigrantencorps, der Oberst Graf Sombreuil, sowie der Bruder des Generals Charette aus der Vendue, fanden hier längere Zeit ein Asyl. _______ ^

Die Tage d« Unglück«.

Die ersten kriegerischen Auftritte bei Neuwied fanden Ende October 1794 statt, nachdem die Franzosen am 6. Köln, am 7. Von» und am 24. Coblenz in Besitz genommen hatten. Ein österreichisches Piket von Narco-Husaren an der Nette-Vrücke, wurde "°n einem starken französische» Reitcrhaufe» überfallen, in die Nucht gejagt und zum Theil gefangen genommen. Um dieselbe Zeit rückte österreichische Infanterie als Besatzung in Neuwied °M. Gewöhnlich war es ein 800 bis 1000 Mann starkes Ba. luillon, abwechselnd aus de» Regimenter» Wartensleben, Klebeck "der Clairfavt, die sich durch gutes Betragen und die Freund­lichkeit ihrer Offiziere bei den Einwohnern beliebt »lachten. Auch Warasdiner Scharfschützen und Rothmäntler stmiden hier. Die beiderseitige» Nheinufcr wäre» streng getrennt; alle Fahrzeuge waren beseitigt und Briefe in die gegenüber liegendeil Orte ko»»- ten nur auf großen Umwegen bestellt werden. Die feindlichen Heere hatten auf beiden Seiten des Rheines starke Vorposten, aber "nste Vorfälle traten erst im August 1795 ein.