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Infanterie und Artillerie entging der Vernichtung, indem sie, von 'hrer Cavallerie gedeckt, das nahe Gebirge erreichte. Drei Tau­send,ach Anderen neun Tausend Oesterreicher, sollen in die Hände der Franzosen gefallen sein, die Zahl der Todten aber "icht ein Tausend betragen habe». Sieben Fahnen und sieben n»d zwanzig Kanone» fielen in die Hände der Sieger. Die Reste des österreichischen rechten Flügels, die Generalität und die Reiterei entkäme» durch eilige Flucht nach Dierdorf. Die Franzosen aber breiteten sich nun ungestört über deu Taunus aus.

Auf dem Hügel, von welchem Ho che den Uebergang geleitet, errichtete die Sambrc- und Maas-Armee ihrem Obergeneral ein nicht vollendetes Denkmal, das noch jetzt weit in die Gegend hinab blickt, aber, wahrscheinlich, nur an eine, sehr fragliche Ehre für einen tapfer» Krieger erinnert, der erst den überaus schwache» Feind durch Verhandlungen hinhält und, als er feixe» Zweck er, weicht hat, mit seiner Uebermacht erdrückt.

Der Name Frauenberg ist fast verloren, allgemein heißt die Stelleauf dem Hoche". Hoche aber war zum Lehtemnale über be» Rhein gegangen; im September desfelbe» Jahres fand er zu Wetzlar an einer schmerzhaften Krankheit feinen Tod. An dem Tage des Treffens wurdeu die Friedenspräliminarien von Leoben ^'geschlossen.

Dieses Treffen war das letzte kriegerische Ereignih, welches Neuwied und seine Umgebungen getroffen, und als endlich am 27. Januar 179!), durch eine gegeu alles Völkerrecht gewagte Ver­letzung von Vertragsbestimmungen, während des Nastadter Friedens­kongresses, Ehrenbreitstcin durch Hunger zur Uebergabe ge­zwungen worden war, da schwieg auch die letzte kriegerische Hand« lung in nnserem Thale.

Neuwied erhielt nun eine Lompagnie reitender Artillerie "nd zwei Comvagnieu Pontonniers, unter ihrem Bataillonschef Tillet, der durch fein höchst achtungswürdigcs Benehme» lange "' gutem Andenken geblieben ist. Das Hauptquartier des die Artillerie des französischen Heeres befehligenden Generals Debelle (Hoche'Z Schwager) ward in das fürstliche Schloß gelegt.

Ueber die kriegerischen Ereignisse bei Neuwied hat der Berg­geister Leop. Bleib treuDenkwürdigkeiten aus deu Kriegs' begebenheite» bei Neuwied von 1792 bis 1797. Bonn 1834,