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gedruckt bei K. Georgi" als Augenzeuge sehr eingehende und an­ziehende Schilderungen gegeben, ein Werk, das Allen, welche sich für die Geschichte Neuwied's interessiren, sehr zu empfehlen ist und dem in der vorhergehenden Darstellung dieser Ereignisse das Wichtigste entnommen wurde, obgleich dabei auch »och andere Quellen benutzt worden sind.

Seitdem hat Neuwied zwar keine feindliche Behandlung mehr erlitten; aber seine Blüthe war gebrochen. Hunderte von betrieb­samen Menschen waren weggezogen, die baumreichen Fluren rings umher ihres Schmuckes beraubt, die Maulbeerpflanzungen ver­schwunden, der fürstliche Hof Nheinau und der weiter gegen Rnmmersdorf hin gelegene Hof Geuche von Grund aus verwüstet."

Bald nachher wurden die Verhältnisse der beiden Grafschaften Wied zu dem Feinde in eine ganz günstige Lage gebracht, und damit wurden denn vorläufig die Leiden des Landes geendet. Unter dem 22. October 1799 (30. vsuäsmi»irs IX.) schloß der Obergeneral Augereau mit den Ruthen der wiedischen Häuser, Hachenberg und Cramer, auf den Grund des Baseler Frie­dens von 1795, und nachdem bereits ein Jahr früher der Ober- geneml Neu, auf Verwendung des preußischen Ministers bei der französischen Regierung, jenen Häusern und ihren Laden, von Mannheim aus, Befreiung von ferneren Kriegslasten und Neu­tralität zugesichert hatte, zu Offenbach einen Vertrag ab, nach welchem Wied-Runkel und Wied-Neuwied Friede, Freund­schaft und gutes Einverständnis; mit Frankreich, eine mit Preußen und Hessen gleiche Behandlung, Schonung und Freiheit von Kriegs­lasten, für nothwenbige Lieferungen aber Vergütung, und bei dem allgemeinen Reichsfrieden Verwendung, die Einwohner der wiedi- schen Fürstenthümer in ihren Handelsverhältnissen mit Frankreich freundschaftliche Behandlung genießen sollten. Dagegen versprachen die fürstlichen Regierungen der französischen Republik 30,000 Livres in drei monatlichen Terminen zu entrichten. Wie immer, ließen sich die Franzosen ihre Freundschaft ganz gut bezahlen!

Nach dem Kriege.

Noch aber kehrte die Ruhe im Innern nicht ein. Der Fürst Friedrich Karl, in seiner eigenthümlichen Geistesrichtung und stets unter dem Einflüsse unwürdiger Fremdlinge, ging in Behandlung