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Dinge, 1815, glücklich, einem großen Staate mit seinen Segnungen anzugehören, wenn in seinen Bürgern auch die alte Anhänglichkeit an das angestammte Fürstenhaus nie abhanden gekommen ist. Be­sonders fühlt es sich in Freud' und Leid' auf das innigste mit dem­selben verbunden, wie es sich bei den letzten gewaltigen Schlägen des Schicksals, die das fürstliche Haus betroffen, so recht lebendig gezeigt hat, als in kurzer Frist, im Verlauf weniger Jahre, der jugendliche Prinz Otto, der treffliche Fürst Hermann, die kunst- liebenden Geschwister Prinzessin Luise und Prinz Karl, die streb­same, ganz der Wohlthätigkeit lebende Prinzessin Thekla und unser großer Naturforscher, der liebenswürdige Prinz Maximilian, in jene himmlischen Wohnungen berufen wurden. Die Anhänglichkeit ist aber stets auch eine gegenseitige gewesen: in Freud' und Leid' gedachte das fürstliche Zaus stets seiner getreuen Stadt und ins­besondere ihrer Notleidenden.

Die MtrschwemmunM.

Wie lieblich die ganze Lage von Neuwied auch ist, wie freund­lich es sich auf feiner Ebene ausbreitet, so würde es durch seine Lage auf dem hier sehr niedrigen rechten Nheinufer doch viel mehr einer flachen holländischen Stadt gleichen, wenn nicht in geringer Ent­fernung der Gebirgsbogen, den wir oben beschrieben, einen so präch' tigen Rahmen um den schonen Thalkessel bildete. Aber eben diese tiefe Lage giebt der freundlichen Stadt doch eine Schattenfeite, die sie zwar mit sehr vielen Ufcrbewohnern theilt, die wir aber hier auch nicht übergehen dürfen, da sie mit zu ihrer Geschichte g<' hört. Ich gedenke der Ueberschwemmungen. Wenn^das jähr' liche Austreten des Nils ein Segen für Aegnuten ist und dessen Fruchtbarkeit fast nur allein davon abhängt, so ist dies auch bort so regelmäßig, die Zeit und die Höhe des Wasserstandes sind so genau bekannt, wenn auch die letztere manchmal variirt, daß Jeder sich darnach richten und die Wuhnhäuser darnach aufstelle" kann; außerdem ist auch die Temperatur des Wassers im hohe" Sommer und im warmen Tropenlande so hoch, daß die Gesund'