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Arbeitszimmer der fürstlichen Rentkammer und das Archiv; in den unteren Räumen, so wie in dein mittleren Räume ist di« fürstliche Kellerei mit einem großen Weinkeller. In dem mittleren Räume des linken Nebengebäudes befindet sich unten der Marstall, in wel° chem in einzelnen Ständern 28 Pferde untergebracht werden können; in den oberen Räumen ist die alte Hofbibliothet und das Cabinet römischer Nlterthümer (s. S. 52) aufgestellt.

Links von dem Schlosse, nur wenige Schritte seitwärts gelt» gen, steht der sogenannte Neubau, lange Zeit von den verstorbenen Prinzen Max und Karl bewohnt. Seit dem Tode dieser trefflichen Prinzen steht derselbe unbewohnt, ist aber in seinen inneren Ein­richtungen in keiner Weise verändert worden. Er enthält einige werthvolle Gemälde und eine reiche Sammlung von Hirschgeweihen und Rehgehörnen, in vielen besonders merkwürdigen und seltenen Exemplaren, sämmtlich Trophäen der Jagden der dahingeschiedenen Prinzen. — In demselben Gebäude befindet sich auch das sehr freundliche kleine Schlohtheater, das seine Entstehung und ganze Einrichtung dem Prinzen Karl zu verdanken hat.

Vor dem Schlosse und zwischen den Nebengebäuden breitet sich der Schloßhof aus, früher eine einfache Wiese, seit Jahren ein schön bepflanzter Gartenraum. Auf seiner Südseite ist derselbe von einem eisernen Gitter umschlossen und am Eingangsthore stehen zwei kleine thurmartige Gebäude, von welchen in altern Zeiten das rechts am Eingang gelegene das Lokal der fürstlichen Wache und das links das sogenannte Schlohgefängnih war. Seit längerer Zeit dient jedoch das erste als Wohnung des Portiers, bei dem man sich zur Besichtigung der Merkwürdigkeiten, besonders des Natu­ralien- und des Alterthumscabinets zu melden hat. Das andere ist kaum noch benutzt.

Der Raum, den das Schloß mit seinen Nebengebäuden und dem Schloßhofe einnimmt, beträgt genau 4 Morgen. Außerdem liegt östlich von allen diesen Gebäulichkeiten das 2'/, Morgen große Holzmagazin, worin, mit Genehmigung der Fürstin, in den letzten Jahren eine Gewerbehalle errichtet wurde. Die sogenannte Fasa­nerie, im Schloßgarten, eine kleine Strecke nordöstlich von dem Schlosse, enthält die ausgezeichnete Naturalien-Sammlung des am 3. Februar 1867 dahingeschiedenen Prinzen Mar.