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Werke muhte Röntgen mit seinen Fabrikaten auf das beste zu verbinden.«)

Mißvergnügt über die großen Verluste, welche der Krieg ihm herbeiführte -^ in Neapel z. B. wurde ihm ein ganzes Waaren- lager weggenommen gab er gegen 1796 sein Geschäft auf.

So wirkte der Krieg mit seinen entsetzlichen Folgen und der Bürger Becker (gest. l809) sagte in seiner berühmten und berüch­tigten Nhcinreise von Neuwied:Ter Krieg hat die Industrie dieses nahrhafte» Städtchens größtentheils zerstört. Ich besuchte einige Fabriken, die ehemals in dem blühendsteil Znstande waren, jetzt aber keine Arbeiter und keine Abnehmer finden."

Endlich war es den vereinten Kräften Europa's gelungen, die Ketten, womit Napoleon die Völker belastet, zu zerreißen, der uuu auf St. Helena seine Nuhe fand. Friede und Ruhe kehrte auch in Deutschland ein und bald hob sich unser schönes Rhein­land unter dem glückbringenden preußischen Scepter zu großer Blüthe. Auch in unserer Stadt kehrte die gewerbliche Thätigkeit wieder ein. Zuerst war es die wieder hierher «erlegte Nlechfabrik l'on Nemu und Barensfeld, die sich hob. Demimi konnte 1821 u> seinemOemälde von Neuwied" sagen:Unter den Fabriken ist sie die bedeutendste; sie verfertigt Kochgeschirre oo» verzinnte»! Eisenblech, Sparhcerde, Baoebiitten, Schnallenbügel, Sporen, Steig­bügel, Sattlerschnallen u. dgl. Sie verarbeitet jährlich ohngefähr 50.000 Pfund Eisenblech und 10,000 Pfund Gußeise». Der Absatz geht gröhteutheils ius Ausland."

') Einst brachte D. Röntgen eine große Parthie kostbarer Möbel nach Lt. Petersburg und erhielt Audienz bei der Kaiserin Katharina, die den «eschicklen und thätigen Mann längere Zeil kannte und ihm eine sehr gute Kunde war. Diesmal aber wies sie jeden Ankauf zurück, weil ihr der Tülkentrieg zu viel Geld toste; sie war jedoch auf seinen Wuusch bereit, ihn nm andern Morgen zur Besichtigung seiner Gegeustüude zu besuchen. An oemsett'en Tage tras die Nachricht von dem großen Seesiege der Russen vei Tschesme ei", die St. Petersburg in freudige Auslegung versetzte. Am anderen M°r° gen tam die Kaiserin uud ihre Augen fiele» sogleich auf eincn prachtvolle« Sekretär mit einer lo'tbaren Peudule. auf der ein Genius stand, der seine» Griffel auf 6. Juli >770, dem Datum der Schlacht von Tschesme, hielt, das Röntgen am sriiheu Morgen auf das noch nubcjchriebeue Zifferblatt eiuge< «raben Hoch erfreut taufte ihm die Kaiferin seinen ganzen Vc>rrath zu einem hohen Netrag« ab.

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