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zu Kaiser Otto haltende Graf Heinrich von Nassau mit dem Schwerte auf ihn ein und nur eiu Coblcnzer Ritter Albert rettete ihn, in­dem er den tüdtlichen Streich auffing. Auch die ottonisch gesinnten Trierer empörten sich gegen ihn; er wurde sogar von ihnen ge­fangen gehalten. Aber Kaiser Friedrich II. brachte sie zum Ge­horsam uud Erzbischof Theodorich gewann die Gemüther der ver­sammelten Stände und empfing dann für den Kaiser die Huldigung,

Im Winter 1215 ^wohnte Theodorich der großen Kirchen­versammlung im Lateran bei, die Papst Innoccnz II, berufen hatte, an welcher über 470 Geistliche des ersten Ranges sich be­theiligten: es, wurden eine große Anzahl Lehrbestimmungen und Sittengesetze festgestellt, die auch Theodorich in seinem Erzbisthum mit Ernst und Strenge durchführte.

Zum Schutze gegeu die Feinde, besonders der Grafen von Nassau, erbaute Theodorich auf einem einzelnen Vergkegel im Lahngau im Jahre 121? eiuc Burg, die er 1221, nach seiner Rückkehr ans Palästina, Mons Tabor nannte, um welche nllmählig die freundliche nnd gewerbthätige Stadt Montabaur entstand.

Theodorich gewann 1220 durch ein Edikt Kaiser Friedrichs II. für sein Erzbisthum unbeschränkte Neichshoheit. Als 1225 Engel­bert der Heilige, Erzbischof von Köln, durch Mörderhand gefallen war, erhielt Theodorich den Auftrag, iu Köln die Todtenfeier zu begehen und das kölnische Erzbiöthum, bis znr Wahl eines nenen Bischofs, zu verwalten. Den Neichsuersammlnngcn in Mainz und Cremona wohnte er 122« bei. Seine fortwährende TlMgkeit war auf eine gute Verwaltung seines Nisthums in geistlichen, wie in weltlichen Sachen gerichtet nnd dem Kaiser Friedrich II. ein treuer Anhänger suchte er ihn in jeglicher Beziehung zu unter­stützen und zu befestigen. So zog er auch mit den: Kaiser uach Speier, wo er 123? die Wahl Konrad's, dessen Sohnes, znm rö­mischen Kaiser bewirkte. 1238 verbot er auf einer Prouinzial- snnode den Geistlichen seines Sprengels Kegelspiel und unanstän­dige Kleidung. In einer Fehde wegen Malberg erbanete Theodorich die Kyllburg auf einem fast ganz von der Knll umflossenen Berg­rücken.

In Trier gründete er die Liebfrauenkirche, eines der herrlichsten Denkmale gothischer Baukunst, welche unter seinem